Nachfolger von Werner Sinn

ZEW bestätigt: Fuest wird neuer Ifo-Chef

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Clemens Fuest tritt die Nachfolge des prominenten Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn an.

Mannheim/München - Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat den Wechsel seines Präsidenten Clemens Fuest an die Spitze des Münchner Ifo Instituts bestätigt.

Das Münchner Ifo Institut bekommt einen neuen Präsidenten. Der Wirtschaftsprofessor und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, tritt im kommenden April die Nachfolge von Hans-Werner Sinn an, der in den Ruhestand geht. Der 46-jährige Fuest ist seit 2013 Präsident des ZEW, eigentlich wäre sein Vertrag dort erst Ende Februar 2018 ausgelaufen. Seit 2003 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums an, erst vor kurzem wurde er auch in die Kommission berufen, die den Mindestlohn kontrolliert.

Sinn lobte am Donnerstag seinen Nachfolger als hervorragenden Wissenschaftler. „Als Finanzwissenschaftler verfügt er über ein für die Ifo-Präsidentschaft nützliches Überblickswissen über die verschiedenen Teilgebiete unseres Faches“, sagte Sinn einer Mitteilung zufolge. Zuvor hatte bereits das ZEW die Personalie bestätigt, über die zunächst der „Münchner Merkur“ berichtet hatte. Fuest war bereits seit einigen Monaten im Gespräch für den Posten.

Sinn steht seit Februar 1999 an der Spitze des Ifo-Instituts. Unter seiner Leitung erlangte das bis dahin weitgehend unbedeutende Institut wissenschaftliche Reputation. Der monatlich veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex gilt heute als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Sinn gehört zu den bekanntesten und streitbarsten deutschen Ökonomen, ist häufig Gast in Talkshows und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Das ZEW bedauerte den Abgang von Fuest. „Insbesondere der europäischen und internationalen Arbeit des ZEW hat er starke Impulse gegeben. Auch die sehr gute persönliche Zusammenarbeit mit ihm werde ich vermissen“, teilte der kaufmännische Direktor des ZEW, Thomas Kohl mit. Nun werde die Suche nach einem Nachfolger begonnen.

dpa

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