Produktion des Ur-Golf läuft aus

Das Ende einer Auto-Legende

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Der Golf wurde auf Anhieb ein Publikums-Liebling. Binnen Jahresfrist soll die Produktion in Südafrika eingestellt werden.

Port Elizabeth – In Südafrika steht eine Autolegende vor dem Ende: der nur noch dort gebaute Ur-Golf (Typ I), der vor 35 Jahren erstmals in Wolfsburg vom Band rollte.

Die Werksleitung will zwar noch kein konkretes Datum nennen, macht aber klar, dass das Ende naht. Das Werk richtet sich gerade mit einem Aufwand von rund 275 Millionen Euro neu aus – da ist für den aufwändig per Hand montierten Klassiker kein Platz mehr. Südafrikas VW-Chef David Powels ahnt bereits: „Wir werden zweifellos einige negative Reaktionen erhalten, weil der Wagen noch viele Fans hat.“

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Der Golf ist heute das meistverkaufte Auto aller Zeiten. Eckig, kantig und auf Anhieb erfolgreich kam der Ur-Golf 1974 in Deutschland auf den Markt. In Europa längst ausrangiert, macht er heute noch die Südafrikaner mobil – nur am Kap wird der Golf Typ 1 noch produziert. In der Werkshalle in Uitenhagen wird das Auto noch weitgehend von Hand gemacht – Spötter behaupten, der Anteil an Handarbeit käme dem eines Rolls-Royce nahe.

Der Golf I wurde wie sein Vorgänger, der Käfer, einBestseller. Schon im Oktober 1976 waren bereits eine Million Exemplare verkauft.

Der Nachfolger Golf II kam 1983 auf den Markt, 1991 der Golf III, bevor der Golf Nummer IV dann schaffte, was kaum jemand für möglich gehalten hatte: im Jahr 2002 sorgte er dafür, dass die Golf-Reihe mit 21 517 415 Exemplaren den Käfer übertraf. Mittlerweile ist die sechste Golf-Generation unterwegs.

Ralf E. Krüger

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