Porsche und VW wollen fusionieren

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Porsche und VW wollen fusionieren. Hier ein gemeinsames Logo aus den siebziger Jahren.

Stuttgart - Die beiden Autokonzerne peilen eine Fusion an. Es soll eine einheitliche Führungsgesellschaft geben, in der zehn Marken nebeneinander existieren können.

Europas größter Autobauer Volkswagen und der Sportwagenbauer Porsche sollen unter einem Dach vereint werden - die genaue Struktur ist aber noch unklar. Die Familiengesellschafter der Porsche-Holding hätten sich für die Schaffung eines integrierten Autokonzerns ausgesprochen.

Die insgesamt zehn Marken - also auch der Sportwagenbauer Porsche - sollen eigenständig bleiben. Damit peilen Volkswagen und Porsche letztlich eine Fusion an. Bisher hatte Porsche versucht, VW zu übernehmen, hatte sich jedoch bei der Finanzierung übernommen. Dem Vernehmen nach wird eine Kapitalerhöhung angepeilt, um die Schuldenlast abzutragen.

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sollen VW und Porsche in den nächsten vier Wochen eine Entscheidungsgrundlage für die künftige Struktur des Konzerns entwickeln, teilte das Unternehmen mit. Bei den Gesprächen sollen VW-Großaktionär Niedersachsen und die Arbeitnehmervertreter beider Unternehmen “maßgeblich“ einbezogen werden. Der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erklärte sich zu Gesprächen bereit. Niedersachsen hält eine Sperrminorität bei VW und muss allen wichtigen Entscheidungen zustimmen.

Porsche kämpft nach der Aufstockung seiner Anteile an VW auf knapp 51 Prozent mit einer Verschuldung von neun Milliarden Euro. Das hatte auch den ursprünglichen Plan durcheinandergebracht, wonach Porsche seinen Anteil an VW noch in diesem Jahr auf 75 Prozent ausbauen und das Ruder in Wolfsburg übernehmen wollte.

dpa

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