Schaeffler legt Sanierungskonzept vor

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Maria-Elisabeth Schaeffler und Sohn Georg haben Sanierungskonzept vorgelegt.

München - Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg prüft das Sanierungskonzept von Schaeffler. Dann wird über Staatshilfen entschieden.

Der schwer angeschlagene Autozulieferer Schaeffler hat bei einem Gespräch mit der Staatsregierung sein Sanierungskonzept präsentiert. Nun werde Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) das Konzept prüfen, bevor über eventuelle Staatshilfen entschieden wird. Das sagte Ministerpräsident Horst Seehofer am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

Nach Seehofers Angaben werden auf jeden Fall Arbeitsplätze verloren gehen. “Es wird zu Maßnahmen kommen“, sagte Seehofer dazu. Die Schaeffler-Spitze hatte ihre Pläne am Montagabend bei einem Treffen in der Staatskanzlei vorgestellt. Einzelheiten nannte Seehofer nicht, da zuerst Mitarbeiter, Banken und Gesellschafter informiert werden sollen.

Eine Lösung könne es nur unter Beteiligung des Bundes und der anderen beteiligten Bundesländer geben. “Das wird ein ganz schwieriger Weg“, betonte der CSU-Politiker. Schaeffler sei eine Weltfirma mit 200.000 Mitarbeitern. Es sei aber “ein Schwungrad in Bewegung gesetzt worden“. “Unser Ziel ist, die Arbeitsplätze so gut wie möglich zu halten.“

Azubis demonstrieren für ihre Lehrstellen

Auszubildende des angeschlagenen Autozulieferers Schaeffler haben am Dienstag in Herzogenaurach für ihre Übernahme nach Abschluss der Lehre demonstriert. Bei einer Unterschriftensammlung vor dem Werkstor hätten sich rund 1000 Schaeffler-Beschäftigte mit den Forderungen der jungen Kollegen solidarisch erklärt, berichteten Betriebsrat und die IG Metall Erlangen.

Betriebsräte beraten über Stellenabbau

der Wirtschaftsausschuss des Betriebsrates seit Dienstagvormittag über den befürchteten Stellenabbau. Gegen Mittag würden Vertreter der Geschäftsführung zur Sitzung erwartet, sagte der IG-Metall-Betriebsbetreuer Wolfgang Müller der AP. Gewerkschaft und Betriebsrat rechnen damit, dass die Unternehmensleitung Pläne zum Abbau von bis zu 8.000 Stellen weltweit vorlegt. Allein in Deutschland könnten 5.000 Jobs wegfallen. Für den Fall betriebsbedingter Kündigungen hat die IG Metall öffentliche Protestaktionen angekündigt. Die IG Metall Erlangen will damit bereits am (morgigen) Mittwoch am Firmensitz in Herzogenaurach beginnen. Die Mitarbeiter hätten sich stets loyal hinter die Geschäftsleitung gestellt. Es könne nicht sein, dass sie nun dafür “einen Tritt“ bekämen und entlassen würden, heißt es in einem IG- Metall-Protestschreiben. Für Mittwoch sind ab 09.00 Uhr an allen Schaeffler-Standorten Betriebsversammlungen geplant.

dpa

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