Auf ein "erträgliches Maß" reduzieren

Verdi will leisere Weihnachtsmusik in Läden, um Verkäufer zu schützen

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Die Beschallung mit "Stille Nacht" und "Last Christmas" kann ganz schön laut werden und viele Laden-Verkäufer nerven, warnt Verdi. 

Im laufenden Einkaufstrubel will die Gewerkschaft Verdi die Verkäufer vor zu lauter Dauerbeschallung mit weihnachtlicher Musik schützen.

Berlin - In den Geschäften müssten die "Endlosschleifen von "Jingle Bells", "Oh, du Fröhliche", "Last Christmas" und "Stille Nacht"" auf ein "erträgliches Maß" reduziert werden, verlangte die Gewerkschaft Verdi in Berlin.

Sie wies in einer Mitteilung auf einschlägige Arbeitsplatzvorschriften hin, nach denen der Lärm in den Shops 70 Dezibel (dbA) nicht überschreiten darf. Wird Musik gespielt, dürfe das Maximum 64 Dezibel nicht überschreiten. Das entspreche einem Fernseher in Zimmerlautstärke.

Verdi machte keine Angaben zum Ausmaß der Beschallung im Handel oder zur Zahl der betroffenen Beschäftigten. Auch der Einzelhandelsverband HDE hatte dazu am Freitag keine Informationen vorliegen. Stundenlange Dauerbeschallung mit zu lauter Weihnachtsmusik habe gesundheitliche Folgen von Bluthochdruck über negativen Stress bis zur Erhöhung der Herzfrequenz, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger allgemein. "Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt dadurch um 20 Prozent zu."

Verdi rät betroffenen Beschäftigten, das Thema über ihre Betriebsräte anzugehen. Die Arbeitgeber seien zu Gegenmaßnahmen verpflichtet - etwa über leisere Musik und Durchsagen, Schalldämmung oder zusätzliche Erholungspausen. Die Maßnahmen sollten möglichst in einer Betriebsvereinbarung festgehalten werden, rät die Gewerkschaft.

dpa

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