Auch Zürich hilft mit

Münchner Know-How für Flughafen in Brasilien

München - Know-how aus München und Zürich kommt künftig am brasilianischen Flughafen Belo Horizonte zum Zug. Die Frankfurter Fraport ging bei der Ausschreibung wieder leer aus.

Die Flughäfen Zürich und München sollen künftig den Airport der brasilianischen Stadt Belo Horizonte betreiben. Die Unternehmen gewannen am Freitag in einem Konsortium mit dem brasilianischen Konzern CCR eine entsprechende Ausschreibung. Der Frankfurter Betreiber Fraport ging hingegen bei der weit größeren Ausschreibung für den Flughafen in Rio de Janeiro leer aus. Die Offerte über rund 4,2 Milliarden Euro landete nur auf dem dritten Platz. Den Zuschlag erhielt der Flughafenbetreiber Changi (Singapur) zusammen mit dem brasilianischen Infrastruktur-Konzern Odebrecht. Sie hatten zusammen rund 2 Milliarden Euro mehr geboten.

Für Belo Horizonte hatte das erfolgreiche Konsortium eine Konzessionsabgabe für 30 Jahre von umgerechnet 591 Millionen Euro zugesagt und damit das höchste Gebot abgegeben. München hält aber nur ein Prozent an der Gesellschaft, wie das Nachrichtenportal „G1“ berichtete. Zürich sei mit 24 Prozent beteiligt.

„Das ist eine ganz tolle Anerkennung für uns“, sagte ein Sprecher des Münchner Flughafens nach der Entscheidung. Der zweitgrößte deutsche Flughafen berät seit längerem andere Airports in Fragen des Betriebs, in das Betreibergeschäft ist der Konzern bisher aber nicht eingestiegen. „Das ist eine Premiere für uns“, sagte der Sprecher.

Fraport bezeichnete sein gescheitertes Angebot selbst als „wirtschaftlich und strategisch sehr attraktiv“. Man sei weiterhin interessiert, das erfolgreiche internationale Geschäft mit bislang 13 im Ausland betriebenen Flughäfen auszubauen. „Wir wollen in diesem Segment weiter wachsen und Mehrwert schaffen, aber nicht um jeden Preis“, teilte Fraport in Frankfurt mit.

Die Abfertigung von derzeit 17,5 Millionen Passagieren in Rio und 10,4 Millionen in Belo Horizonte soll vor Fußball-WM und Olympia auf ein Mindestaufkommen von 22 Millionen beziehungsweise 12 Millionen aufgestockt werden. Zum Ende der Konzessionen - 2038 in Rio, 2043 in Belo Horizonte - werden 60 und 43 Millionen Fluggäste erwartet.

Der staatliche brasilianische Betreiber Infraero bleibt an beiden Flughäfen mit 49 Prozent beteiligt. Die Verträge mit den neuen Betreibern sollen am 17. März 2014 unterzeichnet werden, die Übergabe soll dann innerhalb von sieben Monaten erfolgen. Der brasilianische Staat kassiert mit den beiden Ausschreibungen umgerechnet knapp 6,8 Milliarden Euro, viermal mehr als die Summe der erforderten Mindestbeträge der Angebote.

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dpa

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