Zukunftsmarkt Dienstleistung

Der Zuwachs ist jedoch nicht auf Ausweitungen bei der Reinigung zurückzuführen. Die Dienstleistungsunternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks bieten ihren Kunden immer neue Services an, die ihren Wünschen und Bedürfnissen gerecht werden. Das hat für sie den Vorteil, dass sie sich vermehrt auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können, wenn sie andere Arbeiten an Dienstleister vergeben. Der Kunde kann auf diese Weise auch enorme Kosteneinsparungen erreichen. Denn ein Dienstleister arbeitet effizienter, da er am Markt tagtäglich bestehen muss und somit seine Prozesse regelmäßig hinterfragt und optimiert.

Der Objektträger wie Industrieunternehmen, Verwaltungsgesellschaften oder Krankenhäuser können im Prinzip alle Leistungen zur Bewirtschaftung der Liegenschaften an einen Dienstleister vergeben. Angefangen bei der Reinigung, Hausmeisterdiensten und der Pflege der Außenanlagen über die Erledigung von Postein- und -ausgang, Hol- und Bringedienste, Übernahme der Telefonzentrale und von Pförtnerdiensten bis hin zu Catering Services, Sicherheits- und Bewachungsdiensten sowie der Schädlingsbekämpfung.

Branche mit Potenzial

Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Sinus kommt zu dem Ergebnis, dass zum einen bezogen auf die Reinigung noch interessante Potenziale bestehen, zum Beispiel bei der Möbelreinigung, beim Winterdienst und bei der Fassadenreinigung sowie in den Bereichen Reinigung von Wänden und Decken, Steinbodenpflege und Schmutzfangmattenservice. Zum anderen sieht man große Potenziale bei den Diensten rund ums Gebäude. Dazu zählen wie Hausmeistertätigkeiten, Handwerks- und Gartenarbeiten, der Bewirtschaftung der Kantine und der Erledigung von Hol- und Bringediensten.

Ein wichtiger Wachstumsbereich wird in der Studie bei den Kleinbetrieben und den Privathaushalten gesehen. Die Reinigung, aber auch die Erledigung anderer Arbeiten – zum Beispiel die Gartenpflege oder Hol- und Bringedienste für Ältere und Berufstätige – sind nur einige Arbeiten, die in Zukunft voraussichtlich verstärkt an professionelle Firmen übertragen werden. In anderen Ländern, wie den USA und den Niederlanden, sind Dienstleister in Haushalten bereits sehr präsent.

Eine Studie des europäischen Gebäudereinigungs-Dachverbands FENI hat die Marktdurchdringungsraten der einzelnen Mitgliedsländer gegenübergestellt. Auch bei dieser Studie zeigt sich, wie groß das noch vorhandene Potenzial zur Vergabe von Reinigungsleistungen ist. Für Deutschland werden vor allem Vergabepotenziale bei der öffentlichen Hand gesehen, jedoch auch bei der gewerblichen Wirtschaft. Die Marktdurchdringungsrate für Deutschland beträgt 68 Prozent. Das heißt, 32 Prozent der Reinigungsleistungen könnten noch an Dienstleister vergeben werden, sofern öffentliche und private Auftraggeber sich zur Vergabe entschließen. Eine führende Position bei der Marktdurchdringungsrate nehmen die Niederlande ein, mit 71 Prozent bezogen auf den gesamten Markt und 90 Prozent bezogen auf den öffentlichen Sektor. HKK L

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