Der Beruf des Konditors

Zwischen Speckkuchen und Weihnachtsmann: Der Beruf des Konditors

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Passend zum Weihnachtsfest: Max Wenig lernt in seiner Ausbildung zum Konditor auch die hohe Kunst der Schokoladenverarbeitung.

Wohltemperiert und gut gerührt, so muss hochwertige Schokolade sein, wenn sie verarbeitet wird. Immer wieder gießt Max Wenig flüssige Schokoladenmasse auf eine Marmorplatte und verteilt sie dort.

Vorsichtig prüft er mit dem kleinen Finger, streicht alles wieder zusammen in eine Schüssel und beginnt die Prozedur von Neuem. „Auf diese Art kühlt die Schokolade behutsam ab, ohne dass sich die Kakaobutter absetzt“, erklärt der junge Mann. Max Wenig ist Auszubildender zum Konditor im dritten Lehrjahr in der Kasseler Confiserie und Konditorei Nenninger , im nächsten Juni macht er seine Gesellenprüfung. Den Beruf hat er vor allem wegen der Kombination aus Kreativität und handwerklichem Können gewählt.

Sein Arbeitstag beginnt um 5.30 Uhr, dann werden Plunder- und Backteile für das Frühstück des angeschlossenen Cafés und Torten vorgebacken. Je nachdem, was auf dem Plan steht, werden dann die Zutaten und das Arbeitsmaterial vorbereitet. In der Pause wird die Arbeitsaufteilung besprochen. Während sein Kollege am Nachbartisch einige frisch gebackene, duftende Kuchen zu Frankfurter Kranz verarbeitet, stellt Max Wenig einen stattlichen Weihnachtsmann her. Ein Exemplar davon steht zur Adventszeit im Café, sonst wird die rund einen halben Meter hohe Figur nur auf Bestellung gefertigt. Drei Schokoladensorten werden verarbeitet, alles in Handarbeit. Die Herstellung ist aufwändig, am Ende wird die Figur rund drei Kilogramm wiegen.

Süße Kreationen und harte Arbeit: Einblick ins Konditor-Handwerk

Zur Weihnachtszeit werden viele Produkte aus Schokolade hergestellt. Im Sommer hingegen sind erfrischende und leichte Kuchen und Torten gefragt. Während der Ausbildung fertigen die Konditorlehrlinge unterschiedliche Produkte. Zu ihrem Repertoire gehört neben der Zucker- und Feinbäckerei auch das Backen herzhafter Kuchen wie Zwiebel- und Speckkuchen, Quiches und Tartes.

Einmal wöchentlich ist Berufsschultag in der Elisabeth-Knipping-Schule, alle zwei Wochen ein zusätzlicher Praxistag, wo die angehenden Konditoren in der Schulbackstube die Grundfertigkeiten lernen. Max Wenig möchte als Geselle erstmal Erfahrung sammeln, am liebsten in einer Großstadt. Danach sieht er viele Möglichkeiten: Er kann in Hotels, Confiserien oder Konditoreien und auf Schiffen arbeiten. „Konditoren sind gefragt“, sagt er.

Von Ilona Polk

Hintergrund: So viel verdient man als Azubi

Das Einstiegsgehalt eines Konditors während der Ausbildung liegt bei 350 Euro. Es steigert sich über 410 Euro bis 500 Euro im dritten Lehrjahr. Später kommt es darauf an, wo man arbeitet. (zip)

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