Studie überrascht

Corona-Infektion: Schützt eine herkömmliche Erkältung gegen Covid-19?

Kann eine herkömmliche Erkältung vor einer Corona-Infektion schützen? Britische Forscher haben in einer Studie interessante Entdeckungen gemacht. (Symbolbild)
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Kann eine herkömmliche Erkältung vor einer Corona-Infektion schützen? Britische Forscher haben in einer Studie interessante Entdeckungen gemacht. (Symbolbild)

Forschende haben eine neue Entdeckung gemacht. Bestimmte T-Zellen, die vom Körper bei einer Erkältung produziert werden, können Corona erkennen und angreifen.

Kassel – Könnte eine herkömmliche Erkältung den Körper vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen? Schließlich erkranken nicht alle Menschen, die mit Corona in Kontakt kommen. In einer Studie haben britische Forscher neue Hinweise gefunden, warum das so ist.

Forschenden vom Imperial College London zufolge können die T-Zellen, die der Körper zur Bekämpfung einer Erkältung produziert, das Coronavirus erkennen und angreifen. Demnach könnte eine herkömmliche Erkältung dem Körper helfen, sich gegen Corona zu verteidigen und sich vor einer Infektion zu schützen.

Neue Corona-Studie könnte Schlüssel zur Entwicklung neuer Impfstoffe sein

„Wir haben herausgefunden, dass eine hohe Anzahl bereits vorhandener T-Zellen, die der Körper bei der Infektion mit anderen humanen Coronaviren wie der Erkältung bildet, vor einer Covid-19-Infektion schützen kann“, so Studienautorin Dr. Rhia Kundu vom Imperial College London in einer Mitteilung.

Die unabhängig überprüfte Studie wurde am Montag (10.01.2022) in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Erkenntnisse der Studie könnten Forschern zufolge der Schlüssel zur Entwicklung der nächsten Generation von Impfstoffen gegen aktuelle und zukünftige Corona-Varianten sein.

Corona-Studie: Bestimmte Anzahl T-Zellen könne das Risiko einer Infektion vermindern

Für die Studie des Imperial’s National Heart and Lung Institute wurden 52 Teilnehmern in Großbritannien  Blutproben entnommen, nachdem sie mit Corona in Kontakt gekommen waren. 26 Teilnehmer, die sich nach dem Corona-Kontakt mit dem Virus infiziert hatten, wiesen den Analysen zufolge geringere Mengen an „kreuzreaktiven“ T-Zellen auf als die 26 Teilnehmer, die nach dem Corona-Kontakt nicht an Covid-19 erkrankten.

Der Grund für die Wirksamkeit der kreuzreaktiven T-Zellen liegt in der Art und Weise, wie sie das Virus angreifen, so die Forscher. „Diese T-Zellen bieten Schutz, indem sie Proteine innerhalb des Virus angreifen und nicht das Spike-Protein auf der Virusoberfläche“, sagte Professor Ajit Lalvani, Hauptautor der Studie.

Eine hohe Anzahl bereits vorhandener T-Zellen könne demnach das Risiko vermindern, sich mit Corona anzustecken, so die Autoren. Allerdings sollte sich niemand darauf verlassen, dass eine Erkältung vor einer Corona-Infektion schützt. „Ich möchte betonen, dass man sich nicht allein darauf verlassen sollte. Stattdessen ist der beste Schutz gegen Covid-19 eine vollständige Impfung, einschließlich einer Auffrischungsimpfung“, so Kundu.

Schutz vor Corona durch Immunzellen: Studie der Charité Berlin mit ähnlichen Ergebnissen

Bereits im vergangenen Jahr sind Forscher an der Berliner Charité in einer Studie zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Bestimmte Immunzellen, die Menschen in der Vergangenheit gegen Erkältungsviren gebildet haben, stärken demnach die Immunreaktion gegen Corona, fanden die Forschenden der Charité-Universitätsmedizin Berlin, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik (MPIMG) in einer Studie heraus. (Helena Gries)

Eine Studie aus Israel untersucht die Wirkung einer vierten Corona-Impfung mit dem Vakzin von Biontech. Die Ergebnisse enttäuschen.

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