Corona-Impfung

Corona-Studie zum Boostern: Welche vier Impfstoff-Kombinationen besonders gut schützen

Politik und Wissenschaft rufen aktuell zu Booster-Impfungen auf. Eine Studie zeigt jetzt, welche Impfstoff-Kombinationen am wirkungsvollsten sind. 

Kassel – Mitten in der vierten Corona-Welle sorgt die Omikron-Variante für Aufsehen. Laut Einschätzung verschiedener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Mutation weitaus infektiöser als beispielsweise die Delta-Variante. Diese stellt nach wie vor den Großteil der Neuinfektionen dar, welche das RKI jeden Tag vermeldet.

Als zentrale Maßnahme gegen Sars-CoV-2 heben sowohl Forscherinnen und Forscher als auch Politikerinnen und Politiker immer wieder das Impfen hervor. Insbesondere Booster-Impfungen rücken dabei in den Vordergrund. Sie sollen als Auffrischung dienen und gegen verschiedene Varianten des Coronavirus gewappnet sein. Impfstoff-Hersteller wie Biontech/Pfizer oder Moderna kündigten bereits Anpassungen der Vakzine an, um zum Beispiel der oben genannten Omikron-Variante wirksam begegnen zu können. Während Biontech/Pfizer bereits im März mit einem neuen Impfstoff rechnet, fällt die Prognose von Moderna deutlich ernüchternder aus*.

Booster-Impfungen gegen Corona: Studie zeigt wirksame Kombinationen an Impfstoffen

Während als Booster-Impfstoffe vor allem die Vakzine von Biontech/Pfizter und Moderna verwendet werden, kommen jedoch auch die Mittel von Astrazeneca sowie Johnson & Johnson in Frage. Eine Studie, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde, hat die Wirkung der verschiedenen Kombinationen an Impfstoffen untersucht.

Nicht jede Booster-Impfung besitzt die gleiche Wirksamkeit. (Symbolfoto)

Für die Studie des Universitätsklinikums Southampton wurde an 18 Standorten in Großbritannien geforscht. Die 2878 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilten sich in der Untersuchung auf sechs Gruppen, wobei jeweils zwei sich nur hinsichtlich des zuvor doppelt verimpften Corona-Impfstoffs unterschieden. Sieben verschiedene Booster-Impfstoffe wurden in der wissenschaftlichen Untersuchung angewendet.

Das Ergebnis der Studie: Am wirkungsvollsten zeigte sich der Moderna-Impfstoff als Booster. Das war laut Studie bei allen vorherig verimpften Vakzinen der Fall. Aber auch die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson zeigten eine hohe Wirksamkeit bei vorigen Biontech/Pfizer-Impfungen. Drei der vier Impfstoff-Kombinationen greifen sowohl auf einen mRNA- als auch einen Vektorimpfstoff zurück. Letztere werden in Deutschland derzeit kaum noch verimpft. Die einzige Ausnahme stellt die Kombination aus Biontech/Pfizer und Moderna dar.

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Folgende Corona-Impfstoffe wurden in der Studie analysiert:

  • „BNT162b2“ von Biontech/Pfizer
  • „mRNA1273“ von Moderna
  • „CVnCov“ von Curevac
  • „AZD1222“ von Astrazeneca
  • „NVX-CoV2373“ von Novavax
  • „VLA2001“ von Valneva
  • „Ad26.COV2.S“ von Janssen

Teil des Studienergebnisses war unter anderem auch, dass eine halbe Dosis des Impfstoffs Novavax als Booster auf zuvorige Biontech/Pfizer-Impfungen keine signifikant höhere Schutzwirkung zeigte. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © NurPhoto/Imago

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