Forschung

Nachweis neuer Corona-Variante in Europa: Forscherteam veröffentlicht Studie

Forschenden in Frankreich zufolge wird eine bisher unbekannte Corona-Variante in Frankreich nachgewiesen. Das Team veröffentlichte nun erste Ergebnisse.

Marseille – Medienberichte aus Frankreich deuten darauf hin, dass eine bislang unbekannte Variante des Coronavirus in Europa nachgewiesen worden ist. Das berichten auch verschiedene Medien in Deutschland, darunter t-online, Merkur oder die Kreiszeitung.

Den Berichten zufolge soll ein Mensch aus Südfrankreich nach einem Aufenthalt in Kamerun mit einer Corona-Variante zurückgekehrt sein, die bislang noch nicht in Europa nachgewiesen worden war. Im Süden Frankreichs habe die Person wohl zwölf weitere Menschen, aus dem näheren geografischen Umfeld, mit der Variante des Coronavirus angesteckt. Genaueres ist aber bisher nicht bekannt ‒ die Datenlage dünn.

Neue Corona-Variante erstmals in Frankreich nachgewiesen?

Eine „atypische Mutation-Kombination“ soll im Anschluss durch Tests von Expert:innen des IHU Mediterranee Infection in Marseille nachgewiesen worden sein, wie t-online und die Berliner Morgenpost berichten. Der vorläufige wissenschaftliche Name der Mutation laute B.1.640.2.

Diese Illustration, die in den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erstellt wurde, zeigt die ultrastrukturelle Morphologie, die Coronaviren aufweisen. (Symbolbild)

Corona-Variante: Forschende in Frankreich veröffentlichen Vorstudie

Schon vor rund einem Monat soll die Mutation in Europa entdeckt worden sein und im Anschluss von Forschenden untersucht worden sein. In einer Pre-Print-Studie wurden erste Ergebnisse nun vorläufig veröffentlicht. Die Ergebnisse müssen jetzt erst von der Forschungsgemeinde überprüft werden.

Den Autor:innen dieser Vorstudie zufolge seien 46 Mutationen in der Variante nachgewiesen worden, wohl auch die bereits bekannten Mutationen N501Y und E484K. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt und Gegenstand der Untersuchung. In Deutschland befürchten derzeit Expert:innen wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Inzidenz-Anstiege durch die Omikron-Variante. Auch die Gefahr durch die Delta-Variante sei noch nicht gebannt. (red)

Rubriklistenbild: © Alissa Eckert;Dan Higgins

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