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Planung für Kontakt mit Außerirdischen: Forschende arbeiten an Begrüßungsprotokoll

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Von: Tanja Banner

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Sind wir alleine im Universum? (Symbolbild)
Sind wir alleine im Universum? (Symbolbild) © imago/Imaginechina-Tuchong

Wie stellt man einen Kontakt zu Außerirdischen her? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein neues Forschungszentrum in Schottland.

St Andrews – Sind wir alleine im Universum? Es ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen – nicht nur solche, die sich beruflich mit dem Weltall beschäftigen. Der Blick in die Sterne, die regelmäßigen Funde neuer Exoplaneten und die Suche nach Leben auf dem Mars und anderswo machen Hoffnung: Irgendwann könnte es passieren, es könnte zum ersten Mal außerirdisches Leben entdeckt werden. Doch vorausgesetzt, es handelt sich nicht nur um Mikroben: Wie nimmt man mit Außerirdischen Kontakt auf? Mit dieser Frage beschäftigt sich nun ein neues Forschungszentrum an der schottischen Universität St Andrews.

„Werden wir jemals eine Nachricht von E.T. erhalten? Wir wissen es nicht“, erklärt John Elliott, der den sogenannten SETI Post-Detection Hub koordinieren soll. Er fährt fort: „Wir wissen auch nicht, wann es passieren wird. Aber wir wissen, dass wir es uns nicht leisten können, schlecht vorbereitet zu sein auf ein Ereignis, das schon morgen Realität werden könnte und das wir nicht falsch handhaben dürfen.“

Kontakt mit Außerirdischen: Zentrum will neue Protokolle entwickeln

Das neue Zentrum soll vom Centre for Exoplanet Science und dem Centre for Global Law and Governance der Universität von St Andrews betrieben werden und die internationalen Bemühungen rund um die Kontaktaufnahme mit extraterrestrischem Leben koordinieren. Dabei soll es verschiedenste Fachgebiete aus Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringen und letztendlich Protokolle, Prozeduren und Verträge ausarbeiten, um eine „verantwortliche Antwort“ möglich zu machen. Im neuen Zentrum soll es auch darum gehen, wie eine verantwortliche Wissenschaftskommunikation im Zeitalter von Social Media aussehen sollte.

Derzeit gibt es zwar Kontakt-Protokolle, doch diese wurden im Jahr 1989 von der sogenannten SETI-Community selbst zusammengetragen. SETI steht für „Search for Extraterrestrial Intelligence“, also für die Suche nach Intelligenz jenseits der Erde. Die bestehenden Protokolle wurden zuletzt 2010 überarbeitet, es geht in ihnen jedoch nur um Dinge wie das allgemeine wissenschaftliche Verhalten. Sie seien für die praktische Handhabung nicht geeignet, heißt es in einer Mitteilung zur Eröffnung des neuen Zentrums.

Extraterrestrisches Leben: Wie nimmt man Kontakt auf?

Das SETI Post-Detection Hub will nun ein „dauerhaftes Zuhause“ für die Koordination der Entwicklung eines Kontakt-Protokolls sein. Angesprochen fühlen soll sich unter anderem die SETI-Community und die breitere akademische Gemeinschaft, gemeinsam soll an unterschiedlichsten Themen gearbeitet werden: Von der Entschlüsselung von Nachrichten über die Datenanalyse bis hin zur Entwicklung von Regulierungsprotokollen, Weltraumrecht und Strategien für gesellschaftliche Auswirkungen reicht die Bandbreite.

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Während das Zentrum in Schottland die Arbeit aufnimmt, will ein anderes Forschungsteam eine Nachricht ins Universum hinausschicken. Eine Studie zeigt jedoch, dass die Menschheit sich noch viele tausend Jahre lang gedulden muss, bis eine Kommunikation mit Außerirdischen möglich wird. Offenbar ist es für mögliche außerirdische Zivilisationen auch nicht einfach, die Erde zu entdecken: Eine Studie zeigt, dass der blaue Planet „gut versteckt“ ist. (tab)

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