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Etwas bewegt sich auf dem Mars – Nasa zeigt Video von „Staubteufeln“

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Von: Tanja Banner

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Der Nasa-Rover „Perserverance“ hat auf dem Mars „Staubteufel“ gefilmt. (Archivbild)
Der Nasa-Rover „Perserverance“ hat auf dem Mars „Staubteufel“ gefilmt. (Archivbild) © NASA/JPL-Caltech/dpa

Auch wenn auf dem Mars bisher kein Leben bekannt ist, gibt es Bewegung auf der Oberfläche: Der Nasa-Rover „Perseverance“ filmt „Staubteufel“.

Pasadena – Der Mars ist ein staubiger, kalter und trockener Planet, auf dem – Stand jetzt – kein Leben existiert. Trotzdem bewegt sich etwas auf der Oberfläche des roten Planeten. Und zwar nicht nur Mars-Rover wie die Nasa-Roboter „Perseverance“ oder „Curiosity“ und der Hubschrauber „Ingenuity“: Auf dem Mars gibt es auch sogenannte „Staubteufel“, die sich über die Oberfläche des Planeten bewegen.

Hinter dem etwas ungewöhnlichen Begriff stecken kleine Luftwirbel, die Staub aufsammeln und so zu „Staubteufeln“ werden. Der Rover „Perseverance“ hat eine seiner Navigationskameras genutzt, um in der Region, in der er sich befindet, „Staubteufel“ aufzunehmen. Das Video der Luftwirbel auf dem Mars hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa im Internet veröffentlicht. Zu sehen sind „Staubteufel“, die am 20. Juli 2021 in der Nähe des Rovers vorbeigezogen sind.

Video vom Mars: Nasa-Rover hat „Staubteufel“ gefilmt

Außerdem ist ein besonders großer Wirbel vom 18. Juni 2021 zu sehen, schreibt die Nasa. Die Staubwolke habe eine geschätzte Größe von vier Quadratkilometern – einen derart großen „Staubteufel“ habe man auf dem Mars noch nie zuvor gesehen.

Staub auf dem Mars stört Nasa-Missionen – „Staubteufel“ können helfen

Der allgegenwärtige Staub auf dem Mars ist eine leidige Angelegenheit: Immer wieder lässt der Staub Missionen auf dem roten Planeten enden, da die Solarpaneele der Raumsonden oder Rover mit einer dicken Staubschicht bedeckt sind und nicht mehr genug Energie produzieren können. So ging es zuletzt dem Nasa-Rover „Opportunity“. Auch der Mars-Helikopter „Ingenuity“ hatte kürzlich mit Staub-Problemen zu kämpfen – die Nasa stoppte sogar für einen Tag die Mission des Rovers „Perseverance“, um den Hubschrauber zu retten.

Staub wird derzeit auch der Nasa-Raumsonde „InSight“ zum Verhängnis: Das Landegerät erkundet das Innere des Mars mithilfe eines Seismometers und hat bereits herausgefunden, wie der Mars im Inneren aufgebaut ist und zuletzt ein „Monster-Beben“ auf dem Mars aufgezeichnet. Doch spätestens im Sommer wird die Mission zu Ende sein – „InSight“ bekommt über seine staubigen Solarpaneele nicht mehr genug Energie. In diesem Fall könnten paradoxerweise „Staubteufel“ hilfreich sein: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein solcher Wirbelsturm die Solarpaneele einer Nasa-Mission so weit von Staub befreit hat, dass wieder ausreichend Energie produziert werden konnte. (tab)

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