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Nasa-Wissenschaftler ist sich sicher: Der Mars könnte bewohnbar gemacht werden

Der Mars war einst von Wasser bedeckt – bis der Planet seine Atmosphäre und später auch sein Wasser verlor. (künstlerische Darstellung)
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Der Mars war einst von Wasser bedeckt – bis der Planet seine Atmosphäre und später auch sein Wasser verlor. (künstlerische Darstellung)

Der Planet Mars ist nicht bewohnbar – doch das könnte man ändern, ist sich ein Nasa-Wissenschaftler sicher. Er hat Vorschläge zum sogenannten „Terraforming“.

Washington D.C. – Der Mars ist der Planet, der derzeit am intensivsten erforscht wird. Die Nasa hat zwei aktive Rover und den Lander „InSight“ auf der Oberfläche des roten Planeten, China steuert ebenfalls einen Rover über den Mars. Außerdem umkreisen zahlreiche Raumsonden den Nachbarplaneten der Erde – der chinesische Orbiter hat gerade erst ein Selfie von sich und dem Mars zur Erde geschickt. Der Mars steht im Mittelpunkt der Forschung, weil Forschende dort unter anderem nach Hinweisen auf früheres Leben suchen. Doch der Planet steht auch aus einem anderen Grund im Fokus mancher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Sie glauben, dass es möglich ist, ihn so umzuformen, dass er der Erde ähnlich wird – das so genannte „Terraforming“.

Unter den Verfechtern dieser Theorie ist auch Jim Green, der Ende 2021 als Chefwissenschaftler der US-Raumfahrtorganisation Nasa in den Ruhestand ging. In einem großen Abschiedsinterview in der New York Times spricht er noch einmal über seine Idee: Ein riesiger Magnetschild zwischen dem Mars und der Sonne würde die Sonne daran hindern, dem Mars die Atmosphäre zu entreißen. Das würde es dem Planeten erlauben, wärmer zu werden. „Das ist machbar“, betont Green im NYT-Interview. „Beende das Entreißen der Atmosphäre und der Druck beginnt, zu steigen. Der Mars wird anfangen, sich selbst zu terraformen“, so Green weiter. „Das ist, was wir wollen: Der Planet soll sich auf jede erdenkliche Art und Weise daran beteiligen. Wenn der Druck steigt, geht auch die Temperatur hoch.“

Nasa-Wissenschaftler Jim Green: Terraforming des Mars ist möglich

Im ersten Schritt müsste der atmosphärische Druck auf dem Mars um das Zehnfache steigen, auf 60 Millibar, erklärt der frühere Nasa-Wissenschaftler. Sei diese sogenannte „Armstrong-Grenze“ erreicht, würde das menschliche Blut nicht mehr kochen, wenn man auf der Oberfläche laufe. „Wenn man keinen Raumanzug mehr bräuchte, hätte man viel mehr Flexibilität und Mobilität“, betont Green die Wichtigkeit dieses Schritts. Durch die höhere Temperatur und den höheren Druck sei man nun auch in der Lage, Pflanzen anzubauen.

Nasa-Wissenschaftler: „Der Mars wird anfangen, sich selbst zu terraformen“

Wie genau man den Magnetschild aufbauen könnte, dafür gebe es verschiedene Szenarien, so der frühere Nasa-Wissenschaftler. Seit zwei Jahren arbeite er an einem Paper zu diesem Thema, das er veröffentlichen werde. „Es wird nicht gut aufgenommen werden“, vermutet Green. „Die planetare Community mag die Idee nicht, irgendetwas zu terraformen.“ Er selbst glaube jedoch, man könne auch den zweiten Nachbarplaneten der Erde, die Venus, verändern: „Mit einem physischen Schild, der Licht reflektiert. Wir bauen den Schutzschild und die Temperatur beginnt zu sinken“, erklärt Green.

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Der Mars ist ein kalter, trockener Planet: Vor langer Zeit hat er einen großen Teil seiner Atmosphäre verloren und verlor seither auch einen großen Teil seines Wassers ins Weltall, so die Theorien. Einst war der Mars ein blauer Planet, voller Wasser und möglicherweise auch mit Leben – zumindest mikrobieller Natur. Spuren dieses Lebens suchen derzeit unter anderem die Nasa-Rover „Perseverance“ und „Curiosity“. Zuletzt machte vor allem „Perseverance“ von sich reden: Der neueste Nasa-Rover machte auf dem Mars eine Schlüssel-Beobachtung und fand eine „Schatzkiste“, die eine lange ungeklärte Mars-Frage beantwortete. (tab)

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