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Die Nasa macht es möglich: So können Sie durchs Sonnensystem reisen

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Von: Constantin Hoppe

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Das Nasa-Tool „Eyes on the Solar System“ ermöglicht seit neuestem eine beeindruckende Reise in den Kosmos. Ganz ohne Raumanzug.

Washington D.C. – Den Traum von einer Reise ins All hegen viele Menschen. Doch trotz eines langsam anlaufenden Weltraum-Tourismus dürfte ein Besuch in der Erd-Umlaufbahn, auf dem Mond oder gar auf dem Mars für viele unerreichbar bleiben.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, unser Sonnensystem kennenzulernen: Ein Online-Tool der Nasa macht den Weltraum für alle zugänglich – und das ganz ohne Raumanzug. Alles, was dazu gebraucht wird, ist ein Gerät mit einer Internetverbindung.

ISS Eyes on the solar system nahaufnahme screenshot
Detailreiche Nahaufnahmen, wie hier die ISS im Erdorbit, zeigen die technologischen Errungenschaften der Menschheit. © Screenshot Nasa.gov

Nasa: „Eyes on the Solar System“ lädt zu einer kurzen Reise durch das Sonnensystem ins Weltall ein

Die Browser-basierte Simulation „Eyes on the Solar System“ ist dabei längst keine Neuheit: Bereits 2010 ging die Anwendung an den Start. Doch in den vergangenen zwei Jahren hat das Entwicklerteam am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa an einer umfangreichen Modernisierung gearbeitet.

Der Lohn der Mühen: Die interplanetaren Reisen, die das Programm ermöglicht, sind schöner, bieten eine bessere Steuerung und eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, mehr über den kleinen Teil des Kosmos rund um die Erde zu erfahren. „Das Schöne am neuen browserbasierten Eyes on the Solar System ist, dass es wirklich zum Erkunden einlädt. Alles, was man braucht, ist eine Internetverbindung, ein Gerät mit einem Webbrowser und etwas Neugier“, sagt Jason Craig, der Produzent der „Eyes“-Software am JPL.

eyes on the solar system screenshot
Die Planeten, Monde und Asteroiden des Sonnensystems laden bei „Eyes on the Solar System“ zu einem Besuch ein. © Screenshot Nasa.gov

Acht Planeten, 200 Monde, mehr als 60 Zwergplaneten – die Reise durchs Sonnensystem hat viel zu bieten

Das überarbeitete Visualisierungswerkzeug zeigt eine dreidimensionale Ansicht unseres Sonnensystems, über ein Menü kann direkt zu den acht Planeten und über 200 Monden gesprungen werden. Genauso können 60 Zwergplaneten und Asteroiden ausgewählt werden, sowie neun Kometen – darunter auch Rosettas 67P/Tschurjumow-Gerassimenko und der Halleysche Komet.

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Daneben haben auch die technologischen Leistungen der Menschheit ihren Platz: Es lassen sich 126 aktive und auch längst aufgegebene Raumfahrzeuge auswählen und deren Flüge nachverfolgen. Dazu gehört auch die Orion-Raumkapsel, die mit der Artemis I-Mission der Nasa ihre Reise zum Mond beginnen soll – wenn die Mission nach den anfänglichen Problemen startet.

Reise durchs Sonnensystem: Von den „Voyager“-Sonden bis zur Landung des Mars-Rovers „Perseverance“

Hinzu kommen sechs sogenannte „Stories“, dazu gehört etwa die Landung der Marssonde Perseverance oder die „Grand Tour“ der „Voyager“-Sonden bis in den interstellaren Raum. In den Visualisierungen können Objekte gedreht, Größen verglichen und die Beleuchtung angepasst werden. Ein „Teleskop-Modus“ zeigt zudem an, wie sich der Sternenhimmel von einem Standort auf einem der anderen Himmelskörper unseres Sonnensystems aussehen könnte.

Und die Anwendung ermöglicht nicht nur eine Reise durch den Raum, auch ein Blick in Vergangenheit und Zukunft unseres Sonnensystems sind möglich: die Wege von Raumschiffen und Himmelskörpern lassen sich bis ins Jahr 1949 und bis ins Jahr 2049 zurückverfolgen.

Die Informationen helfen dabei, die Stationen der Reise durch das All besser zu verstehen. So lohnt sich „Eyes on the Solar System“ nicht nur für Astro-Profis, sondern hilft auch Anfängern dabei, das All und unser Sonnensystem besser kennenzulernen. (Constantin Hoppe)

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