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Mars-Forschung: Nasa-Rover „Curiosity“ liefert seit 10 Jahren bahnbrechende Daten

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Von: Tanja Banner

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Der Rover „Curiosity“ grüßt vom Mars.
Der Rover „Curiosity“ grüßt vom Mars. © NASA/JPL-Caltech/MSSS

Am 6. August 2012 landete der Nasa-Rover „Curiosity“ auf dem Mars. Seither versorgt er die Forschung zuverlässig mit bahnbrechenden Daten.

Pasadena – Seine Landung auf dem Mars hat vor zehn Jahren hohe Wellen geschlagen: Der Rover „Curiosity“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa ist am 6. August 2012 im Gale-Krater auf dem Mars gelandet. Zuvor musste er durch „sieben Minuten des Schreckens“, die er bravourös überstand – der Arbeit auf dem roten Planeten stand nichts mehr im Wege. Im offiziellen Nasa-Sprech heißt der Rover „Mars Science Laboratory“, doch die wichtigsten Forschungsinstrumente der Nasa bekommen immer auch Namen, mit denen Laien etwas anfangen können. Deshalb: „Curiosity“, zu deutsch „Neugierde“.

Der Name steht für das, was die Nasa und auch andere Raumfahrtnationen antreibt, wenn sie den Mars und andere Himmelskörper erforschen. Beim roten Planeten ist es vor allem die Neugierde auf zwei Dinge: Gab (oder gibt?) es auf dem Mars Leben? Und wie hat der Mars einst sein Wasser und seine Atmosphäre verloren und wurde so unwirtlich, wie wir ihn heute kennen? Mit diesen Fragen im Gepäck – und einem Fokus auf der Frage nach früherem Leben – landete „Curiosity“ vor zehn Jahren auf dem Mars.

Mars: Vor zehn Jahren landete der Nasa-Rover „Curiosity“

Seitdem ist auf dem roten Planeten einiges passiert: Der Rover „Opportunity“, der damals noch aktiv war, ist zwischenzeitlich verstummt. Dafür hat die Nasa Nachschub geliefert: Der neue Rover „Perseverance“ soll den Mars gemeinsam mit dem Helikopter „Ingenuity“ erkunden, gleichzeitig soll der Lander „InSight“ das Planeteninnere sowie Marsbeben erforschen. Letzterer wird seinen Dienst vermutlich noch im Sommer 2022 quittieren, da die Solarpaneele verstaubt sind und nicht mehr genügend Energie produzieren können.

„Curiosity“ dagegen stört der Staub auf dem Mars nur bedingt: Der Rover wird von Radionuklidbatterien angetrieben, die im Gegensatz zu Solarpaneelen nicht vom Wetter abhängig sind und auch nicht so schnell Probleme mit Staub bekommen. Die Hauptmission von „Curiosity“ ist nach wie vor die Untersuchung, ob der Mars in der Lage war, Leben zu beherbergen – und ob er es immer noch ist. Dazu erforscht der Rover teilweise autonom seine Umgebung – er untersucht die Oberfläche und das Gestein auf dem roten Planeten, um Hinweise auf kohlenstoffhaltige organische Verbindungen zu finden. Auch die Suche nach Strukturen, die auf biologische Prozesse hindeuten, ist ein Teil der Arbeit des Rovers.

Nasa-Rover „Curiosity“ erforscht den Mars seit zehn Jahren

Zehn wissenschaftliche Instrumente hat er zu diesem Zweck an Bord. Das wichtigste und schwerste Instrument ist SAM (Sample Analysis at Mars), das sowohl Bodenproben als auch Gase aus der Atmosphäre analysieren kann. Außerdem sind verschiedene Kameras, ein Strahlungsmesser und weitere Instrumente mit dabei.

Mars-Rover Curiosity
Offizieller NameMars Science Laboratory
Gewicht900 kg
Größekompakter Kleinwagen
Landung auf dem Mars06.08.2012
Primärmission687 Erdentage

Die wichtigsten wissenschaftlichen Funde von „Curiosity“ auf dem Mars:

Mars-Rover „Curiosity“ – Nasa hat schon einen Nachfolger geschickt

Zwar ist mit „Perseverance“ bereits der Nachfolger des „Curiosity“-Rovers auf dem Mars angekommen, doch „Curiosity“ wird die Arbeit deshalb nicht einstellen. Genau wie sein Vorgänger „Opportunity“ wird der Rover den Mars so lange erforschen, bis es nicht mehr geht. Wie der langlebige Rover „Opportunity“ (Einsatzdauer von 2004 bis 2018) zeigt, könnten für „Curiosity“ noch einige Jahre drin sein. (tab)

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