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Nasa will zwei Helikopter zum Mars schicken, um Proben zur Erde zu holen

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Von: Tanja Banner

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Für die „Mars Sample Return“-Mission von Nasa und Esa müssen mehrere Rover und Roboter zusammenarbeiten. (Künstlerische Darstellung)
Für die „Mars Sample Return“-Mission von Nasa und Esa müssen mehrere Rover und Roboter zusammenarbeiten. (Künstlerische Darstellung) © NASA/JPL-Caltech

Die Nasa organisiert die Proben-Rückholmission vom Mars neu: Nun sollen zwei Helikopter beteiligt sein. Und auch ein aktueller Rover soll mithelfen.

Washington D.C. – Im vergangenen Jahr ist der US-Raumfahrtorganisation Nasa etwas gelungen, was noch niemand vorher versucht hatte: Erstmals ist ein kleiner Helikopter über den Mars geflogen. Auf den bahnbrechenden ersten Flug folgten zahlreiche weitere – deutlich mehr, als geplant waren, denn der Hubschrauber namens „Ingenuity“ hält auf dem Mars länger aus, als erwartet. Weil das Prinzip Helikopter auf dem roten Planeten ein so großer Erfolg ist, will die Nasa nun gleich zwei weitere Hubschrauber zum Mars befördern.

Die beiden Helikopter sollen ein Teil der „Mars Sample Return“-Mission von Nasa und der europäischen Raumfahrtorganisation Esa sein, so der aktuelle Stand der Planungen, die noch lange nicht abgeschlossen sind. Bisher war angedacht, dass ein Esa-Rover auf dem Mars landet, dort Gesteinsproben einsammelt, die der bereits vor Ort befindliche Nasa-Rover „Perseverance“ vorbereitet hat, und diese zu seinem Landegerät zurücktransportiert. Dort sollten diese mittels einer Rakete in die Mars-Umlaufbahn geschossen werden, wo ein Raumschiff sie einsammelt und zur Erde zurücktransportiert.

„Mars Sample Return“-Mission von Nasa und Esa: Zwei Helikopter geplant

Da die benötigte Hardware zu umfangreich wurde – zuletzt wurde mit zwei Landegeräten geplant, von denen eines den Rover und eines die Rakete befördern sollte – wurde nun umdisponiert. In die neuen Überlegungen flossen auch die Leistung des Nasa-Rovers „Perseverance“ und des Helikopters „Ingenuity“ ein, die beide seit Februar 2021 auf dem Mars aktiv sind und ihre Arbeit ausgesprochen gut machen.

Der neue Plan sieht nun vor, dass „Perseverance“ höchstpersönlich die gesammelten Gesteinsproben zu dem Landegerät transportiert. Die beiden Helikopter dienen als Backup-Plan, denn der „Mars Sample Return“-Lander soll erst 2030 auf dem Mars landen – „Perseverance“ ist dann bereits mehr als neun Jahre auf dem roten Planeten aktiv. Doch das dürfte in den Augen der Missionsplanenden kein Problem darstellen: Der Nasa-Rover „Curiosity“, auf dessen Design „Perseverance“ basiert, ist bereits seit zehn Jahren auf dem Mars unterwegs und funktioniert noch gut genug, um eine solche Aufgabe durchzuführen.

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Mars-Mission von Nasa und Esa: Gesteinsproben sollen 2033 auf die Erde kommen

Der Zeitplan für die ambitionierte Mars-Mission von Nasa und Esa sieht vor, dass der „Earth Return Orbiter“, also das Raumschiff, das in der Mars-Umlaufbahn auf die Rakete mit den Gesteinsproben wartet, im Herbst 2027 startet, während das Landegerät, das die Bodenproben in die Umlaufbahn schießen soll, im Sommer 2028 starten soll. Im Jahr 2033 werden die Proben dann auf der Erde erwartet. Dort gibt es jedoch Diskussionen darum, ob es überhaupt sicher ist, Proben vom Mars zur Erde zu bringen. (tab)

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