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Fieber, Husten, Atembeschwerden: Welche Symptome auf eine RSV-Infektion hindeuten

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Von: Vincent Büssow

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Die RSV-Saison ist da, und könnte erneut stärker ausfallen als üblich. Der Grund: Corona. Welche Symptome deuten auf das Virus hin?

Frankfurt – Dass im November die RSV-Saison beginnt, ist eigentlich nichts Unübliches. In diesem Jahr warnt die Ärzteschaft allerdings besonders vor dem respiratorischen Synzytialvirus. Grund dafür ist, dass viele Menschen wegen der Corona-Maßnahmen in den letzten Jahren nicht mit dem Virus konfrontiert worden waren, und deren Immunsystem nun entsprechend geschwächt ist. Während die übliche RSV-Welle im Jahr 2020 ausblieb, kehrte sie bereits im zweiten Pandemiejahr umso stärker zurück. Unter anderem im Rhein-Main-Gebiet belasteten RSV-Fälle die Kinderkliniken extrem. Besonders Kinder sind nun erneut gefährdet.

An sich ist eine Erkrankung an dem RS-Virus nichts Ungewöhnliches. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge macht nahezu jedes Kind bis zum Ende des zweiten Lebensjahres eine RSV-Infektion durch. Bei älteren Säuglingen und Kleinkindern ist das Virus demnach die häufigste Ursache von Erkrankungen des unteren Respirationstraktes und den damit verbundenen Krankenhauseinweisungen. Auch Erwachsene können sich infizieren, wobei die Symptome Corona nicht unähnlich sind.

RSV und Corona: Die häufigen Symptome

Besonders bei Kindern kann eine RSV-Infektion gefährlich werden. Anders als bei Corona gibt es keine Impfung gegen das Virus. (Symbolbild)
Besonders bei Kindern kann eine RSV-Infektion gefährlich werden. Anders als bei Corona gibt es keine Impfung gegen das Virus. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Wie das RKI mitteilt, kann eine RSV-Erkrankung zwar asymptomatisch verlaufen, eine Primärinfektion geht aber fast immer mit deutlichen Symptomen einher. Diese können von einer einfachen Atemwegsinfektion bis hin zu schweren beatmungspflichtigen Erkrankungen reichen. In der Anfangszeit macht sich das Virus meistens durch Schnupfen und Husten erkennbar. Innerhalb von ein bis drei Tagen können Atemprobleme sowie Erbrechen hinzukommen. Wie bei einer Corona-Infektion ist Fieber ebenfalls keine Seltenheit.

RSV-Krankheit: Verband der Kinderärzte gibt Empfehlung ab

Gefährlich kann eine RSV-Infektion besonders bei Neugeborenen sowie Menschen mit Vorerkrankungen werden. Die Symptome sind dabei ähnlich wie bei Erwachsenen, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mitteilt. Insbesondere schweres, schnelles oder lautes Atmen sind jedoch Alarmsignale. Auch für Erwachsene mit Vorerkrankungen kann das Virus gefährlich werden, schreibt das RKI.

Eine neue Studie zeigt, dass eine Corona-Reinfektion das Sterberisiko erhöhen kann.

Für das respiratorischen Synzytialvirus ist kein Impfstoff zugelassen. Erwachsenen Risikopatienten bleibt deshalb nur, während der Hochsaison von November bis März besonders vorsichtig zu sein. Dabei helfen die von Corona bekannten Hygienemaßnahmen. Kindern hingegen empfiehlt der BVKJ während der ersten ein bis zwei Lebensjahre eine passive Immunisierung mit Antikörpern. Diese hält allerdings nur für eine Saison. (vbu)

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