Tritt Kubats Nachfolge am 1. Januar an

Jürgen van der Horst als neuer Landrat von Waldeck-Frankenberg vereidigt

Neuer Landrat vereidigt: (von links) Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Kreistagsvorsitzender Rainer Hesse und der neue Landrat Jürgen van der Horst.
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Neuer Landrat vereidigt: (von links) Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Kreistagsvorsitzender Rainer Hesse und der neue Landrat Jürgen van der Horst.

Jürgen van der Horst ist am Montag als neuer Landrat von Waldeck-Frankenberg vereidigt worden. Der 54-Jährige tritt zum 1. Januar die Nachfolge von Dr. Reinhard Kubat an.

Waldeck-Frankenberg – Der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese überreichte van der Horst die Ernennungsurkunde. Der Kreistagsvorsitzende Rainer Hesse nahm dem bisherigen Bad Arolser Bürgermeister in der Sitzung des Kreistags in der Dansenberghalle in Diemelsee-Adorf den Amtseid ab.

Seinen Schwur, das Grundgesetz, die Landesverfassung und die in Hessen geltenden Gesetze zu wahren und seine Pflichten gewissenhaft und unparteiisch zu erfüllen“, ergänzte van der Horst mit der Formel „so wahr mir Gott helfe“. Er warb in seiner Rede vor den Kreistagsabgeordneten und Gästen dafür, die Aufgaben der nächsten Jahre gemeinsam anzugehen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir Akzente setzen für eine gute Entwicklung des Landkreises Waldeck-Frankenberg“.

Er gehe mit „einem gerüttelten Maß an Respekt“ an die neue Aufgabe, so der neue Landrat. Van der Horst dankte seinem Vorgänger Dr. Reinhard Kubat und Frese für eine gut vorbereitete Amtsübergabe. Die Bandbreite und Dringlichkeit der Aufgaben erlaube indes keine 100-tägige Karenzzeit. Van der Horst kündigte an, die neue Verteilung der Dezernate demnächst der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei wolle er eine „neue Kultur der gemeinsamen politischen Führung“ etablieren.

Erhebliche finanzielle Ressourcen müssten in den kommenden Jahren in die Bildung, den Straßenbau und das Gesundheitswesen investiert werden. Im Aufgabenfeld des Schulbaus müsse die Politik definieren, wie sie sich die Schule der Zukunft vorstelle. Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg warte indes auf ein Signal, wie es weitergehe. Das alles werde Geld kosten und nicht von heute auf morgen umzusetzen sein. Als weitere Themen nannte er unter anderem Naturschutz, Landwirtschaft und die Corona-Pandemie.

Hesse würdigte die langjährige kommunalpolitische Erfahrung van der Horsts, der durch seine ursprüngliche berufliche Tätigkeit die Kreisverwaltung auch von innen kenne. Das sei eine gute Basis. Zuvor hatte Hesse Dr. Reinhard Kubat verabschiedet.

Christian Klein aus Battenberg gratulierte als Sprecher der Waldeck-Frankenberger Bürgermeister. Van der Horst sei von der „Insel der Glückseligen“ ins „politische Hochgebirge“ gewechselt, in dem gefährliche Abgründe drohten.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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