Corona-Pandemie

Test, Impfung, Homeoffice: So setzen Waldeck-Frankenberger Betriebe die 3G-Regel am Arbeitsplatz um

Corona-Teststreifen.
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Am Arbeitsplatz gilt die 3g-Regel: Arbeitnehmer, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich testen lassen.

Auch in Waldeck-Frankenberg ist die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz gestartet: Jeder Arbeitnehmer, der sich nicht impfen lassen hat oder nicht impfen lassen kann, muss seit dem 24. November einen negativen Coronatest bei seinem Arbeitgeber vorlegen.

Waldeck-Frankenberg – Beschäftigten muss außerdem Homeoffice ermöglicht werden – es sei denn, dies ist aus betrieblichen Gründen nicht möglich. Doch wie gehen Unternehmen, Verwaltungen und Schulen im Landkreis nun mit der 3G-Regelung um?

Ohne Probleme sei die 3G-Pflicht bei der Korbacher Stadtverwaltung angelaufen, sagt Hauptamtsleiter Karl-Helmut Tepel. Der Impfstatus der Mitarbeiter sei rechtzeitig erfasst worden, die wenigen Ungeimpften müssten einen Test vorweisen oder sich vor Ort in einem separaten Raum testen lassen. „Wir haben eine hohe Impfquote von 95 Prozent“, sagt Tepel.

Eine ähnlich hohe Impfquote verzeichnet das Landhotel Willingen, berichtet Marion Arens von der Hotelgruppe Göbel Hotels. Im dazugehörigen Seehotel in Heringhausen am Diemelsee seien sogar hundert Prozent der Beschäftigten geimpft. Dort entfallen dann tägliche Tests.

Wo noch nicht jeder geimpft oder genesen ist, werden die Mitarbeiter jetzt fünf Mal pro Woche getestet, während dies bis zur neuen Vorgabe bereits drei mal wöchentlich geschah. Der Aufwand habe sich daher nur leicht erhöht. Trotzdem koste es Zeit, die Nachweise zu überprüfen und alles zu dokumentieren.

Die Maßnahmen erachtet Arens als sinnvoll, um die Gesundheit zu schützen. „Wir können nicht auf Mitarbeiter verzichten“, erklärt die Mitarbeiter der Hotelgruppe.

Der Heizungsbauer Viessmann setzt unterdessen verstärkt auf Homeoffice. Mitarbeiter, die dennoch vor Ort sein müssten – also vor allem Beschäftigte in der Produktion und Logistik – dürften ihre Arbeitsstätte nur noch dann betreten, „wenn sie ihren 3G-Status nachweisen können“, erklärte Michael Wagner von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei den Viessmann-Werken in Allendorf/Eder.

Nur wenige Minuten pro Tag nehmen die Kontrollen für die Lehrerinnen und Lehrer an der Edertalschule (ETS) in Frankenberg in Anspruch. Im Kollegium seien fast alle geimpft, sagt Schulleiter Claus-Hartwig Otto auf Nachfrage unserer Zeitung: „Corona-Leugner, Masken-Verweigerer oder andere Querdenker gibt es unter den Mitarbeitern der ETS nicht.“

3G-Pflicht am Arbeitsplatz

Seit Mittwoch greift die 3G-Regel am Arbeitsplatz: Alle Beschäftigten vor Ort müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Die Regel gilt bis einschließlich zum 19. März 2022. Um Zugang zur Arbeitsstätte zu erhalten, ist ein Impfzertifikat, ein Genesenen-Nachweis oder ein negatives Testergebnis notwendig. Beschäftigte in der Gesundheits- und Pflegebranche müssen zudem auch negativ getestet sein, wenn sie geimpft oder genesen sind.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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