Tag des Handwerks

Übungswerkstatt in Korbach gibt vor Umschulung Einblicke in Berufsalltag

Friseur-Beruf kennengelernt: Kirsten Oswald (links) hat dem Modell die Locken mit dem Haarstyler geglättet und Anzhelika Slabina verschönert ihre Modellpuppe mit einer Fönfrisur.
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Friseur-Beruf kennengelernt: Kirsten Oswald (links) hat dem Modell die Locken mit dem Haarstyler geglättet und Anzhelika Slabina verschönert ihre Modellpuppe mit einer Fönfrisur.

Auf der Suche nach einer neuen Arbeit kann ein Einblick ins Handwerk helfen: Die Übungswerkstatt des Berufsförderugnswerks in Korbach bietet dafür Gelegenheit.

  • Am 18. September ist Tag des Handwerks.
  • Einen Einblick in verschiedene Tätigkeiten eröffnet die Übungswerkstatt im BBZ.
  • Zwei Umschülerinnen berichten, wie sie das auf den Weg ins Friseur-Handwerk brachte.

Waldeck-Frankenberg – Einen neuen Weg ins Berufsleben finden wollten Kirsten Oswald und Anzhelika Slabina – entdeckt haben die 30-Jährige aus Marienhagen und die 50-Jährige aus Vasbeck ihn über die Übungswerkstatt des Berufsbildungszentrums BBZ beim Berufsförderungswerk des Handwerks der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. Im August begannen sie daraufhin ihre Umschulungen bei der Friseurwerkstatt.

Kirsten Oswald ist dreifache Mutter und suchte Arbeit: „Friseurin war schon immer mein Traumberuf“, erklärt sie. Wie auch Anzhelika Slabina, die bereits in Russland als Bauzeichnerin arbeitete, versuchte sie zunächst in der Übungswerkstatt, ob der Beruf ihr tatsächlich liegt. Die berufliche Orientierung wird durch qualifizierte und fachpraktische Anleitung von Ausbildern und Sozialpädagogen unterstützt.

Die Übungswerkstatt geht über 13 Wochen und ist ein Förderprogramm der Agentur für Arbeit in Korbach oder auch des Jobcenters für den Landkreis Waldeck-Frankenberg. In dieser Zeit werden vorhandene Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten abgesteckt und gemeinsam entschieden, ob zum Beispiel eine Umschulung für die Teilnehmer sinnvoll ist.

Bei „Berufsrückkehrern“ können durch den Erwerb neuer oder die Anpassung vorhandener beruflicher Fertigkeiten die Berufschancen der Teilnehmenden deutlich erhöht werden.

In der Übungswerkstatt lernten sie den Friseurberuf kennen. Dazu arbeiten sie nicht nur am Übungskopf, sondern bekamen auch Unterricht in Deutsch sowie Politik und Wirtschaft, um Einblicke in die Lehre zu bekommen. „Wir haben gesehen, was da auf uns zukommt“, sagt Kirsten Oswald. Auch die körperlichen Herausforderungen ließen sich nach der Arbeit in der Übungswerkstatt einschätzen.

Ihre Umschulung in Teilzeit dauert nun drei Jahre, sie teilen die Zeit zwischen Berufsschule und Praktikumsbetrieben. Über den gewählten Weg zeigt Kirsten Oswald sich glücklich: „Ich kann kreativ sein und mit den Händen arbeiten“, sagt sie. Gleichzeitig sei es ihr wichtig, mit Menschen zu arbeiten, fügt Anzhelika Slabina hinzu. Kirsten Oswald fasst den Charme ihres gewählten Handwerks zusammen: „Der Kunde geht mit einem Lächeln und man weiß: Das hat man mit den eigenen Händen bewerkstelligt.“

Das Angebot Übungswerkstatt gibt es nicht nur im Bereich Körperpflege, sondern auch für Holz-, Metall-, Energie- und Elektro-, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Ausbauberufe.

Gerne berät der externe Ausbildungsberater Armin Honisch vom Berufsförderungswerk des Handwerks Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Fachkräfte unter der Telefonnummer 05631/9535164.

Informationen erhalten Interessierte bei der Agentur für Arbeit Korbach. Kontakt gibt es bei Ulrike Lange (Tel. 05631/957181) oder beim entsprechenden persönlichen Ansprechpartner des Jobcenters. (wf/red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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