Landkreis will mehr Barrierefreiheit schaffen

Waldeck-Frankenberg: Projekte für Menschen mit Behinderungen gestartet

Hier fehlt ein Fahrstuhl: In vielen Mietshäusern in Waldeck-Frankenberg gibt es keine Barrierefreiheit. Eine Übersicht über Fördermöglichkeiten, die Mitarbeiter in Beratungsgesprächen nutzen können, soll letztlich auch Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Um- oder Neugestaltung ihres Wohnumfeldes helfen.
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Hier fehlt ein Fahrstuhl: In vielen Mietshäusern in Waldeck-Frankenberg gibt es keine Barrierefreiheit. Eine Übersicht über Fördermöglichkeiten, die Mitarbeiter in Beratungsgesprächen nutzen können, soll letztlich auch Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Um- oder Neugestaltung ihres Wohnumfeldes helfen.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat weitere Schritte unternommen, um Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

Waldeck-Frankenberg - Ab der zweiten Mai-Woche sollen Beratungsstellen der Behindertenhilfe – dazu gehört beispielsweise die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung Waldeck-Frankenberg (EUTB) – mit einer digitalen Übersicht ausgestattet werden. Darin werden Fördermöglichkeiten für barrierefreie Neu- und Umbauten beschrieben.

Die Mitarbeiter in den Beratungsstellen können die Übersicht als Grundlage für Gespräche mit behinderten Menschen oder deren Angehörigen nehmen – letztlich sollen so die vielen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung aufgezeigt und anschaulich besprochen werden können. „Ziel ist es, Anreize für Menschen mit Behinderungen und deren unmittelbares Umfeld zu schaffen, damit Häuser oder Wohnungen barrierefrei neu- oder umgebaut werden“, sagt Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. 

Doch damit nicht genug: Am Freitag, 30. April, ist ein runder Tisch zum Thema „barrierefreier Wohnraum“ geplant. Daran teilnehmen sollen neben den Trägern der Alten- und Behindertenhilfe auch Handwerksbetriebe sowie Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaften und der Kreishandwerkerschaft. Nach dem runden Tisch soll sich eine Arbeitsgemeinschaft „barrierefreies Wohnen“ gründen. Diese AG soll sich intensiv mit den Ergebnissen aus den Gesprächen beschäftigen und weitere Schritte planen. Als Drittes soll mithilfe einer Umfrage ermittelt werden, wie viel barrierefreier Wohnraum im Landkreis vorhanden ist und wo genau er verortet ist.

Die Umsetzung der Projekte findet im Rahmen der Modellregion für barrierefreies Leben statt. Verantwortlich dafür ist der 26-jährige Stefan Bongert vom Fachdienst Soziale Angelegenheiten beim Landkreis. Er sagt: „Es gibt in Waldeck-Frankenberg zu wenig barrierefreien Wohnraum. Das liegt daran, dass das Wissen darüber noch nicht sehr ausgeprägt ist. Dem wollen wir mit unseren Projekten entgegenwirken.“

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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