Corona-Regeln am Jahreswechsel – Polizei kündigt Kontrollen an

Waldeck-Frankenberg: Wieder ein Silvester ohne Feuerwerk

In einem Lager eines Geschäfts liegen Feuerwerksraketen, die nicht verkauft werden dürfen, in einem Karton. Das zweite Jahr in Folge dürfen in ganz Deutschland keine Raketen, keine Böller und keine Feuerwerks-Batterien für Silvester verkauft werden.
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In einem Lager eines Geschäfts liegen Feuerwerksraketen, die nicht verkauft werden dürfen, in einem Karton. Das zweite Jahr in Folge dürfen in ganz Deutschland keine Raketen, keine Böller und keine Feuerwerks-Batterien für Silvester verkauft werden.

Silvester wird auch in diesem Jahr leiser als gewohnt: Es gilt wie bereits zum Jahreswechsel 2020/21 ein bundesweites Verkaufsverbot für Feuerwerk.

Waldeck-Frankenberg – Anders als in den Nachbarkreisen Schwalm-Eder oder Kassel hat sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg aber gegen eine Allgemeinverfügung entschieden, die das Abrennen von Feuerwerk generell untersagt. Durch das Verkaufsverbot werde „die Verfügbarkeit von Pyrotechnik schon deutlich eingeschränkt sein“, teilte Ann-Katrin Heimbuchner, stellvertretende Pressesprecherin des Landkreises, zur Begründung mit.

„Trotzdem rufen wir dazu auf, auch Böller und Raketen, die noch aus den vergangenen Jahren in den Kellern liegen, in diesem Jahr nicht abzubrennen – insbesondere, um die ohnehin schon belasteten Kliniken nicht noch zusätzlich durch Feuerwerksverletzungen zu beanspruchen.“

Dass grundsätzlich das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern verboten ist, darauf weisen zum Beispiel der Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst und der Korbacher Stadtbrandinspektor Carsten Vahland hin.

Was noch erlaubt ist

„Feuerwerk der Klassen I und II, das man noch aus Vorjahren besitzt, darf auf dem eigenen Grundstück unter den allgemein geltenden Sicherheitsbestimmungen abgebrannt werden“, sagt Carsten Buch von der Stadt Frankenberg. „Das ist nicht strikt verboten und wird auch nicht verhindert werden können“, sagt auch van der Horst.

Doch jeder, der ein Feuerwerk abbrenne, sei für sein Verhalten verantwortlich und könne im Schadensfall herangezogen werden, betont Vahland. Die Stadt Frankenberg, so Carsten Buch, hoffe auf die Einsicht und Vernunft der Bevölkerung und bitte darum, sich nach den Empfehlungen zu richten und Silvester eher im kleinen Kreis zu feiern.

Der Bad Wildunger Ordnungsamtsleiter Martin Segeler geht von einem ruhigen Jahreswechsel aus, da viele ihre Restbestände an Feuerwerkskörpern bereits im vorigen Jahr verbraucht hätten. Flächendeckende Kontrollen in der Silvesternacht seien in der Praxis gar nicht möglich, gibt er zu bedenken. „Warum verbietet man dann nicht das Feuerwerk komplett? Dann hätte man das Problem gelöst“, sagt er.

Polizei wird kontrollieren

„Wir werden an den uns bekannten Schwerpunkten stichprobenartig kontrollieren und schauen, ob die Corona-Beschränkungen eingehalten werden“, sagt Polizeisprecher Dirk Richter. Dazu zählt er in erster Linie Plätze in den Mittelzentren, aber auch in Willingen. Bei den Kontrollen werden laut Richter auch Beamte der Bereitschaftspolizei im Einsatz sein. Die Polizei gehe aber davon aus, dass die meisten Leute sich besonnen und solidarisch verhalten.

Diese Corona-Regeln gelten: Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal zehn vollständig geimpfte Personen treffen. Ist eine ungeimpfte Person dabei, gilt: Nur der eigene Haushalt plus höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts. Dies wird auch für Treffen im privaten Raum empfohlen. Auf belebten öffentlichen Plätzen dürfen keine Raketen oder Böller abgebrannt werden. Im Freien besteht Maskenpflicht, wenn Abstände nicht eingehalten werden können.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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