Anfragen an Standesämter sind rückläufig

Wegen Corona: Weniger Hochzeiten in Waldeck-Frankenberg geplant

Die erste Trauung auf Schloss Landau in diesem Jahr gab es am vergangenen Mittwoch. Hille und Michael Kern aus Habichtswald-Ehlen haben sich hier das Ja-Wort gegeben.
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Die erste Trauung auf Schloss Landau in diesem Jahr gab es am vergangenen Mittwoch. Hille und Michael Kern aus Habichtswald-Ehlen haben sich hier das Ja-Wort gegeben.

Im Frühling, meist im Mai, beginnt die Hochzeitssaison. Doch Corona hat auch hier Auswirkungen: Während die Zahl der Hochzeiten im ersten Coronajahr 2020 in den meisten Standesämtern Waldeck-Frankenbergs schon rückläufig war, gibt es für 2021 bisher noch weniger Anmeldungen.

Waldeck-Frankenberg – Einige Standesbeamtinnen und -beamte führen das allerdings darauf zurück, dass heiratswillige Paare, die größer feiern möchten, mit Blick auf die Corona-Impfungen und mögliche Lockerungen das zweite Halbjahr in den Fokus nehmen.

Im Standesamt Bad Wildungen – zuständig für die Badestadt und die Gemeinde Edertal – wurden sonst rund 170 Trauungen jährlich durchgeführt. 2020 waren es 120, und für 2021 sind rund 40 Trauungen angemeldet, erklärt Standesbeamtin Stefanie Grede: „Die, die geplant haben, wissen jetzt, worauf sie sich einlassen. Wenn Lockerungen eintreten, werden sicherlich viele spontan versuchen, noch einen Hochzeitstermin zu bekommen.“ Aktuell finden die standesamtlichen Trauungen nur im Bad Wildunger Rathaus statt, außer Brautleuten und Standesbeamtin sind zwei Gäste zur Trauung erlaubt.

In Frankenberg, dessen Standesamt auch für mehrere Nachbarkommunen zuständig ist, wurden 2021 bislang 34 Ehen geschlossen, sogar neun mehr als in den beiden Vorjahren. Weitere 38 Trauungstermine seien fest gebucht, erklärt Sprecher Florian Held. Interesse bestehe darüber hinaus für weitere 30 Trauungen. Vier Paare hätten ihren Termin verschoben.

Ließen sich 2019 insgesamt 134 Paare im Standesamtsbezirk Korbach trauen, waren es im vergangenen Jahr immerhin noch 128. „2021 haben wir bislang 22 Trauungen durchgeführt, 44 weitere sind geplant“, sagt Carsten Vahland, Leiter des Standesamtes in Korbach, das auch für Twistetal und Diemelsee zuständig ist. „Da kommt aber noch was. Wer heiraten will, der heiratet. Kirchliche Hochzeiten und Feiern werden allerdings häufig verschoben“. Sieben Gäste sind erlaubt – geheiratet werden kann in den Rathäusern von Adorf und Twiste, im Korbacher Gildehaus und Bürgerhaus sowie im Kloster Flechtdorf.

Nur wenige Gäste bei den Trauungen zugelassen

Wie viele Gäste bei einer Trauung anwesend sein dürfen, richtet sich nach der Größe des Raumes, in dem die Trauung vollzogen wird, und den aktuellen Corona-Regeln. Während in Bad Wildungen derzeit außer Brautleuten und Standesbeamtin zwei weitere Gäste dabei sein dürfen, finden im Vöhler Steinhaus bis zu insgesamt zwölf Menschen Platz, in Frankenberg sind sechs Gäste erlaubt. Brautpaar und Standesbeamte tragen zur Zeremonie keine Maske, Gäste schon. (Marianne Dämmer)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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