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27:27 gegen das Überteam: Twistetaler A-Juniorinnen auf Augenhöhe mit Baunatal

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Zweikampf der Topwerferinnen: Emilie Pok (Twistetal/Korbach) wird von Paulina Kauffeld und deren Baunataler Mitspielerin Antonia Icke (rechts) gestört.
Zweikampf der Topwerferinnen: Emilie Pok (Twistetal/Korbach) wird von Paulina Kauffeld und deren Baunataler Mitspielerin Antonia Icke (rechts) gestört. © malafo

Ein Auftakt zum Vergessen, die Rückkehr mit Wucht und schließlich ein „halbes“ Happy End: Das 27:27 (14:16) gegen die HSG Baunatal schickte die Handball-A-Juniorinnen der JSG Twistetal/Korbach im Spitzenspiel der Oberliga 1 auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Mühlhausen – Obwohl die Revanche für die Hinspiel-Niederlage nicht glückte und die JSG den Spitzenreiter wahrscheinlich nicht mehr abfangen kann, überwog nach dem Abpfiff der Stolz. Trainer Thomas Tönepöhl attestierte seinem Team eine „insgesamt grandiose Leistung“ und befand: „Über die Abwehr haben wir uns das nötige Vertrauen geholt, um als erste Mannschaft seit Jahren dem Baunataler Team in Hessen einen Punkt abzuringen.“

In die nicht durchweg hochklassige, aber immer intensive und spannende Partie legten die Gastgeberinnen einen bösen Fehlstart hin. Ohne Konzentration im Angriff und ohne Zugriff in der Deckung lagen sie nach fünf Minuten mit 0:5 im Rückstand. Daran hatten sie bis zur Pause zu knabbern.

Erst allmählich fand die JSG ihren Rhythmus. Sie etablierte das Spiel über den Kreis und war auch auf anderen Positionen torgefährlich. Nach einem Dreierpack von Emilie Pok und einem Treffer von Jule Gleumes verkürzte sie kurz vor der Pause den Abstand auf zwei Tore.

Mit einer überragenden Abwehrleistung legte der Tabellenzweite die Basis für eine starke zweite Halbzeit. Marie Köster hatte daran ihren Anteil, weil sie die mit zwölf Treffern stärkste Baunataler Angreiferin Paulina Kauffeld weitestgehend neutralisierte. Ebenso Torhüterin Julia Peschel. Nach auskurierter Verletzung stand sie erstmals wieder zwischen den Pfosten und war ein prima Rückhalt.

Caro Brida kaum zu stoppen

Beflügelt von der Defensive und der lautstarken Unterstützung der Zuschauer schaffte die JSG erstmals in der 42. Minute den Ausgleich. Die in dieser Phase nicht zu stoppende Caro Brida erzielte das 20:20 – und ließ drei weitere Treffer zum 23:20 folgen.

Das Spiel kippte nur kurz. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die JSG brachte Baunatal zurück ins Spiel, und drei Minuten vor Ende führten die Gäste wieder mit 26:25. Aufgeben war keine Option für das Heimteam. Nach einem Doppelschlag von Emilie Pok (neun Tore) und Caro Brida (sechs) führte es ein letztes Mal, bevor Paulina Kauffeld per Siebenmeter auf 27:27 stellte. Der letzte Angriff der Waldeckerinnen blieb erfolglos, der Gegner spielte die Uhr bis zum direkten Freiwurf herunter. Doch der Abwehrblock der JSG blieb stabil.

Mit diesem „Thriller“ (Thomas Tönepöhl) verabschiedet sich die JSG in die Weihnachtspause. Zum nächsten Spiel erwartet sie am 15. Januar in Korbach den TV Hersfeld.  

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