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Alles umgesetzt: TV Külte trotzt Eintracht Baunatal II ein 26:26 ab

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Behielt Sekunden vor Schluss die Nerven: Sven Ammenhäuser, dem sich hier der Baunataler Domenic Schmitt in den Weg stellt, traf per Siebenmeter zum Endstand.
Behielt Sekunden vor Schluss die Nerven: Sven Ammenhäuser, dem sich hier der Baunataler Domenic Schmitt in den Weg stellt, traf per Siebenmeter zum Endstand. © Werner Spitzkopf

Dieser Punkt fühlt sich an wie ein Sieg. Der Külter Trainer Carsten Neumann war nach dem 26:26 (12:15) zum Auftakt der Bezirksoberligasaison gegen Eintracht Baunatal II zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Külte –„Entscheidend war, dass wir Baunatal mit unserem offenen Abwehrsystem den Schneid abgekauft haben“, bilanziert Neumann. Durch die aggressive Spielweise und das frühe Rausgehen aus dem Deckungsverbund habe sein Team die Baunataler beschäftigt und deren Spielrhythmus immer wieder unterbrochen. „Damit hatten sie nicht gerechnet“, sagt Neumann.

Rund 15 Minuten hat es gedauert, bis die favorisierten Gäste das erste Mal in Führung gingen. Külte gab in der Anfangsphase den Takt vor, war aggressiv und griffig, beschäftigte und belästigte die Baunataler Spieler immer wieder – defensiv wie offensiv.

Halbzeit kam den Kültern wie gerufen

Ihre handballerische Klasse ließen die Baunataler Spieler aber in der Schlussphase der ersten 30 Minuten aufblitzen und sie setzten sich bis Seitenwechsel mit drei Toren ab. Das half auch Neumanns Auszeit nichts, aber die Halbzeitpause kam den Kültern wie gerufen.

Ammenhäuser trifft siebenmal vom Punkt

Denn danach waren die Gastgeber wieder da mit ihrer Galligkeit. Die Külter leisteten wieder Überzeugungsarbeit für die Stärken des eignen Spiels, kämpften sich wieder heran, hielten hinten wieder gut zusammen und nutzten vorn ihre Tormöglichkeiten. Repräsentativ für diese gute Chancenverwertung war Sven Ammenhäuser, der alle Siebenmeter (7/7) verwandelte.

„Das war ein ausgeglichenes Spiel mit einem gerechten Ergebnis“, betonte Neumann zufrieden: „Alles, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir auch umsetzen.“ Das galt vor allem für die Schlussminuten. Neumann nahm eine Auszeit, weil sein Team mit einem Tor hinten und es nur noch 43 Sekunden auf der Uhr waren.

„Hier wollte ich die Jungs sensibilisieren, dass wir die letzten 30 Sekunden ausspielen und einen weiteren Angriff des Gegners vermeiden.“ Das klappte gut. Noch 16 Sekunden zu spielen, Siebenmeter für Külte, Ammenhäuser trifft. Er steht stellvertretend für die gute Frühform der Mannschaft. (gos)

28:29 - Korbach verliert nach der Pause den Faden

Zierenberg - Korbach 29:28 (15:18). Die Korbacher Handballer mussten sich zum Saisonauftakt der Bezirksoberliga geschlagen geben. Obwohl sie beim HSC Zierenberg lange Zeit geführt hatten, verloren sie gestern Abend mit 28:29 (18:15).

„Es war ein typisches erstes Saisonspiel: Alle waren ein wenig nervös und haben in vielen Situationen die falsche Entscheidung getroffen“, sagte der enttäuschte Korbacher Trainer Robert Müller .

Müller: „Wir hatten das Spiel im Griff.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich der TSV nach dem 5:5 (11.) mit drei Toren ab und hielt diesen Vorsprung auch bis zur Pause. „Immer wenn Zierenberg herankam, haben wir die richtige Antwort gefunden“, sagte Müller. „Wir hatten das Spiel im Griff.“

Allerdings nur bis zum 18:15 zur Pause. Danach verloren die Kreisstädter den Faden – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, der mit dem nun vorgezogenen Abwehrspieler der Zierenberger einige Probleme hatte. „Alles, was in der ersten Hälfte gut lief, funktionierte nun nicht mehr“, sagte Müller.

Zwar baute sein Team den Vorsprung zunächst auf 22:18 (38.) und 23:19 (40.) aus, doch in der Folge kämpfte sich Zierenberg wieder näher heran und ging beim 27:26 (53.) erstmals seit dem 2:1 in Führung.

Lattenknaller verhindert Punktgewinn

Dennoch schnupperte der TSV am Ende noch an einem Punkt: Ballbesitz beim Stand von 29:28. Doch ein Tor von Dave Alscher wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben, ein direkter Freiwurf von Kevin Scholz knallte an die Latte.

„Das passte irgendwie zur Partie“, konstatierte Müller, der die Niederlage auch als Warnschuss für sein Team sah: „Vielleicht merken die Spieler nach den guten Vorbereitungsspielen jetzt, dass die Liga kein Selbstläufer ist.“ (tsp)

Wildunger Niederlage verärgert Interimstrainer Wrosek

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim - Hofgeismar/Grebenstein mit 31:39 (16:18). Es fehlte noch an allen Ecken und Enden. Interimscoach Sebastian Wrzosek ist unzufrieden mit dem Saisonauftaktspiel der HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim, das gegen die HSG Hofgeismar/Grebenstein mit 31:39 (16:18) verloren ging.

Vorne haperte es mit der Chancenverwertung, hinten fehlte Aggressivität. „Wir waren sechs Mal frei durch und einfach zu nachlässig mit unseren Chancen“, sagte Wrzosek. Die Gäste waren auch nicht überlegen, es war eher eine ausgeglichene Partie.

„Eigentlich waren wir stets in Schlagdistanz, sind aber an uns selbst gescheitert“, sagt der Vertreter von Coach Harald Meißner.

Trainer: Konditionelle Verfassung nicht gut

Wrzosek sah in diesem Spiel noch einige Baustellen in der Mannschaft, unter anderem die konditionelle Verfassung. „In den letzten zehn Minuten jeder Halbzeit haben wir körperlich nachgelassen.“ Dadurch gehe natürlich auch Konzentration verloren. Diese Einschätzung spiegelt auch der Spielverlauf wider: Es waren genau diese letzten Minuten, in denen Hofgeismar/Grebenstein jeweils davonzog und sich zunächst zum Halbzeitstand mit zwei Toren absetzte. Bis dahin war das Spiel auf Augenhöhe, „da waren zwei gleichstarke Mannschaften auf der Platte“, erklärt Wrzosek.

Nach der Halbzeit zeigte auf Wildunger Seite besonders Jan Appel seine Klasse, denn er erzielte als bester Schütze der HSG acht Treffer. Seine beiden Tore brachten Wildungen in der 50. Minute auf 27:29 heran. Dann brachen wieder die letzten zehn Minuten an...

Auch Wrzoseks Auszeit in der 56. Minute brachte keine Verbesserung der Teamleistung. „Wir haben uns aufgegeben, das ist ein absolutes no go“, ärgert sich der Trainer. Die Mannschaft habe früh keinen Handball mehr gespielt und die Köpfe hängen lassen.
Die 2-Minuten-Strafe für Marcel Kleinert machte es nicht leichter. Genau hier will Wrzosek nun für die Zukunft ansetzen: „Da muss nicht nur konditionell, sondern auch mannschaftlich was passieren.“ (gos)

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