Bezirksoberliga: 27:27 bei HSG Ahnatal

Ammenhäusers Siebenmeter vier Sekunden vor Schluss sitzt und bringt Külte den ersten Punkt

Handballspieler beim Torwurf
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Keine Verschnaufpause hatte in Calden der Külter Sven Ammenhäuser (links). Zwölf Mal traf er für den ersatzgeschwächten TVK.

Jetzt ist er da, der erste Punkt für den TV Külte in der Bezirksoberliga Männer. Aber viel Freude machte sich bei den Nordwaldeckern nicht breit nach dem 27:27 (16:12) bei der HSG Ahnatal/Calden.

Viele Spieler hätten hinterher in der Kabine von einer gefühlten Niederlage gesprochen, berichtete Sigurd Wachenfeld, dessen Mannschaft am Samstagnachmittag bis zur 47. Minute mit bis zu vier Toren in Front lag. Für Kültes Trainer hatte der Spieltag wenig verheißungsvoll begonnen, nachdem sich kurzfristig Stefan Fritsch, Stefan Stein, Christian Gohl und Torhüter aus verschiedenen Gründen abgemeldet hatten. Zudem konnte Johannes Wachs auch diesmal nicht durchspielen. „Ausgerechnet in einem Spiel, in dem für uns etwas ging, fehlten uns mehr Auswechselmöglichkeiten“, sagte Wachenfeld. Freilich machte sich das, gepaart mit dem logischen Kräfteverschließ, vor allem in der Schlussphase bemerkbar. Allerdings waren auch zu viele leichte Ballverluste schuld. „Da hat man oft Unerfahrenheit im Zweikampf gesehen“, so der Coach über sein mit vielen jungen Spielern gespicktes Team.

Das hatte eine sehr starke erste Halbzeit aufs Parkett gelegt. Die Abwehr arbeitete gut und ermöglichte schnelle Tempogegenstöße, mit denen Külte ebenso zum Erfolg kam wie des öfteren nach schneller Mitte. 

TV Külte übersteht kritische Schlussphase

Lohn war eine ständige Führung, die zur Halbzeit vier Tore betrug und verdient war, zumal die Gäste eine gute Torwartquote aufwiesen. Diese ebbte allerdings nach der Pause ab beim TVK, während Ahnatals Keeper sich immer mehr steigerten. „Wir wollten den Vorsprung zu sehr verwalten. Und wenn du dann denkst, es reichen auch zwei, drei Prozent weniger, wird das meist bestraft“, blickte Wachenfeld auf den Beginn der kritischen Phase. Deren Höhepunkt: Die Gäste lagen mit 21:17 vorn (47.), vier Minuten später führte plötzlich erstmal die gastgebende HSG. 

Vielleicht hätte die Führung etwas länger gehalten, wenn Kültes erfolgreichster Werfer Sven Ammenhäuser nicht beim Stand von 22:20 einen Siebenmeter vergeben hätte. Der insgesamt 12-fache Torschütze behielt aber dafür ganz am Ende die Nerven. Vier Sekunden vor Ultimo verwandelte der Routinier, der komplett durchspielen musste, den Strafwurf zum 27:27-Endstand.

Dass seine Mannschaft sich in der Schlussphase die Butter nicht komplett vom Brot nehmen ließ, sondern im hin und her wogenden Spiel Ahnatal nicht davonziehen ließ, war für TVK-Trainer Wachenfeld ein Beispiel dafür, dass es ein Schritt nach vorn war, auch wenn nur halb so viele Punkte heraussprangen als noch Mitte des Spiels gedacht. (schä)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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