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Zur richtigen Zeit getroffen: Bad Wildungen gewinnt Derby gegen Külte 31:28

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Drauf los: Die Külter Bernhard Schwiddessen (Nr. 13 ) und Stefan Stein (24) werden vom Wildunger Abwehrblock mit Jan Krathge und Tobias Böttner (rechts) erwartet. Hinten Torwart Moritz Jungermann. Die HSG gewann deas Derby mit 31:28.
Drauf los: Die Külter Bernhard Schwiddessen (links) und Stefan Stein (24) werden vom Wildunger Abwehrblock mit Jan Krathge und Tobias Böttner (rechts) erwartet. Hinten Torwart Moritz Jungermann. Die HSG gewann das Derby mit 31:28. © malafo

24:22 eine Viertelstunde vor der Sirene – Startpunkt für eine packende Schlussphase im Waldecker Derby der Bezirksoberliga-Handballer? Nein.

Die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim ließ den aufholerprobten TV Külte nicht mehr herankommen und holte sich am Sonntagabend mit 31:28 (17:13) den Sieg in einem Duell, das die Gastgeber in die Kategorie „nicht schön, aber gewonnen“, einstufen. „Leistungstechnisch war das kein gutes Spiel, besonders hinten haben wir uns schwergetan“, analysierte HSG-Coach Sebastian Wrzosek, der sich dennoch richtig freute über die zwei Punkte.

Und das, obwohl seine Truppe Grundtugenden des Handballs oft vermissen ließ: Zum Beispiel raustreten und habe den nötigen Körperkontakt suchen in der Defensive. „Külte kam viel über das eins-gegen-eins, das hat uns Probleme bereitet“, so Wrzosek.

TV Külte leistet sich zu viele Fehler

Aus Sicht des TV Külte waren es nicht genug Probleme, die man dem Gegner bereitete, wie Trainer Carsten Neumann befand: „Wir haben zu viele Bälle unnötig verloren, sind hinter unseren Möglichkeiten hergelaufen bzw. konnten sie nicht nutzen, wenn wir sie hatten.“

Im Spiel sah das so aus: Bad Wildungen führte schnell mit 5:1 und begann dann spätestens nach dem 9:8 (16.) , sich abzusetzen. Auch wenn Külte immer wieder herankam wie etwa zum 13:14 (26.), blieb die Führung stets bei den Gastgebern. „Ich glaube, diese Situationen waren am Ende die spielentscheidenden“, sagte Trainer Wrzosek und spielte auf kritische Momente an, in denen seine Wildunger einen kühlen Kopf behielten.

HSG Bad Wildungen: Sahnetag von Marcel Kleinert

Michael Kranz im Tor des TVK wehrte zwar ein ums andere Mal gute Würfe ab. Doch wenn es drauf ankam, waren die HSGler da. Besonders Marcel Kleinert erwischte einen Sahnetag. Über Außen warf er acht Tore, eine deutliche Steigerung zum Spiel gegen Wehlheiden, in dem Wildungen unter anderem aufgrund der schwachen Quote der Außen verlor. „Wir haben Wildungen durch viele individuelle und technische Fehler stark gemacht und zu schnellen Toren eingeladen“, so Kültes Coach Neumann. Immer, wenn seine Mannschaft am Drücker war, erlitt sie dadurch Rückschläge.

Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild: Wildungen hielt Külte auf Abstand. Der TVK kam noch zweimal heran (38./19:17, 45./23:21), am Ende fehlte aber die Durchschlagskraft. Auf mehr als drei Tore sollte Külte, das mit einem stark dezimierten Kader angereist war, bis zum Ende nicht mehr herankommen. „Wir haben im Endeffekt verdient verloren“, sagte Carsten Neumann , der der HSG bescheinigte, in den entscheidenden Phasen den kühleren Kopf bewahrt zu haben. (Lukas Goos)

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