1. Startseite
  2. Waldeckische Landeszeitung
  3. Lokalsport

Nach der Pause abgebaut: Bad Wildunger Frauen verlieren Derby gegen Ederbergland

Erstellt:

Kommentare

Mienen zum Spiel: An den Gesichtern von Ederberglands Marielle Rebs (Mitte) und den Wildungerinnen (v. links) Antonia Sattar, Torfrau Mia Emilia Kellner Chantal Michel sieht man deutlich, wer das Kreisderby der Bezirksoberliga Frauen gewonnen hat.
Mienen zum Spiel: An den Gesichtern von Ederberglands Marielle Rebs (Mitte) und den Wildungerinnen (v. links) Antonia Sattar, Torfrau Mia Emilia Kellner Chantal Michel sieht man deutlich, wer das Kreisderby der Bezirksoberliga Frauen gewonnen hat. © malafo

So hatte sich die HSG Bad Wildungen den Jahresauftakt in der Bezirksoberliga Frauen nicht vorgestellt: Eine Woche vor dem Kräftemessen in Twistetal verloren Sattar und Co. gegen die HSG Ederbergland.

Der kommende Derbygegner ist dagegen beim TSV Heiligenrode deutlich besser gestartet. Die HSG-Zweite gewann mit 33:24 und war schon zur Pause voll auf Kurs.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Ederbergland 24:28 (13:12). Wildungen fand gut ins Spiel, setzte sich anfangs mit vier Toren ab (16./7:3) und hielten die noch zu hektisch agierenden Ederbergländerinnen auf Abstand. Dann schlich sich der Fehlerteufel ein, zwei Siebenmeter blieben ungenutzt (19., 20.), freie Würfe wurden vergeben. So war der Gast zur Halbzeit wieder auf Augenhöhe, und direkt nach der Pause fiel das 13:13.

„Eigentlich war der Plan, uns weiterhin zu bewegen in der Abwehr und präsent zu sein“, berichtete Gastgeber-Coach Peter Ulrich, dessen Team bis zur Halbzeit neun freie Würfe ungenutzt ließ. Doch in Durchgang zwei ließen die Gastgeberinnen nach. Nach 43 Minuten ging Ederbergland mit drei Toren in Führung (17:20). „Wir waren zu statisch im Positionsspiel“, gestand Ulrich ein.

Ederbergland nahm dann Antonia Sattar in Manndeckung, worauf Wildungen II zu Beginn noch zu antworten wusste, später gingen die Ideen aber aus. Ederbergland wurde konsequenter, nutze Wildungens Schwächen in der Rückzugsphase und setzte sich folgerichtig weiter ab.

Winkler, Koch und Richter führen Twistetal II zum Sieg

„Wir wollten zu früh zu viel und waren viel zu hektisch“, berichtete Bönke. „Da haben wir einen Moment gebraucht, um in unser Spiel zu finden.“, sagte Sven Bönke, der bei Ederbergland zusammen mit Angelique Dorn den auf einer Skifreizeit weilenden Trainer Pascal Böcher vertrat. „Insgesamt haben wir das top gelöst und waren bis zum Ende hochkonzentriert.“

Heiligenrode – Twistetal II 24:33 (11:16). So stellt man sich als Trainer einen relativ ruhigen Nachmittag vor: Nicht ein einziges Mal lag Twistetals Zweite in Rückstand und verbuchte unterm Strich einen ungefährdeten Erfolg, bei dem die Top-Torschützinnen Janina Winkler (9) , die alle fünf Siebenmeter verwandelte, und Nina Koch (8) herausragten.

Dennis Winkler bescheinigte aber Katharina Richter super Arbeit, die die starke Heiligenroder Kreisläuferin meist nicht zur Entfaltung kommen ließ; auch Karin Schweizer agierte abwehrstark. „Nur ab und zu kam der alte Schlendrian in unser Spiel, aber es war das erste nach langer Pause, was man beiden Teams angemerkt hat“, sagte ein zufriedener HSG-Coach.

Sein Team machte es nach dem 8:9 (19.) nur kurz nach der Pause nochmal spannend, als der TSV auf 15:17 heran kam. Der Unterzahltreffer zum 21:17 zeigte aber dann bei beiden Teams entsprechend Wirkung und war die Vorentscheidung. (gos/schä)

Auch interessant

Kommentare