Bezirksoberliga: 41:39-Erfolg über HSG Baunatal II

Bad Wildunger Handballer siegen trotz schwacher Abwehr

Handballer beim Torwurf
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Zweistellig: Martin Lambrecht war mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer in der Wildunger Mannschaft.

Harald Meißner kann selbstironisch sein. Nach dem 41:39 (21:20)-Erfolg über die HSG Baunatal II verwies der Trainer der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim auf seinen vor der Saison formulierten Anspruch, 20 Gegentore pro Spiel seien genug.

Bad Wildungen – „Dieser Vorsatz war schon zur Halbzeit durch“, sagte der Wildunger Coach. „Abwehrstark ist anders“, fügte er hinzu und war trotzdem nicht ärgerlich. Schließlich quittierte er zufrieden den zweiten Saisonsieg in der Handball-Bezirksoberliga. Der Trainer hatte Erklärungen zu einem „speziellen Spiel“.

Der Gegner habe nun mal in Janik Richter, Marian Seibert und Markus Seifert drei mindestens Landesliga-reife Spieler im Team. Sie waren für zusammen 24 Treffer gut, wobei Richter nur einmal traf. Solch individuell überragende Spieler halbwegs zu stoppen, so weit ist die HSG-Abwehr laut Meißner noch nicht.

Vor allem in der ersten Halbzeit saß fast jeder Wurf der Gäste. Zweimal zogen sie mit vier Toren davon (4:8/10. Minute und 5:9/11.), als die Waldecker eine Handvoll Großchancen verwarfen. Immer aber kamen die Gastgeber wieder heran, weil auch Baunatals Abwehr keinen Zugriff bekam. Nach dem 1:0, das Christian Hartung erzielt hatte, ging Wildungen kurz vor der Pause erstmals wieder in Führung – auch das 19:18 gelang Hartung (28.).

Der Schritt nach vorne im Vergleich zur 22:31-Niederlage gegen die HSG Lohfelden sah der Trainer folgerichtig im Angriff. „Wir haben konsequent den Weg nach vorne gesucht, aber dabei nicht überdreht.“ Will sagen: überhastet abgeschlossen. Das galt mehr in Halbzeit zwei. Sie verlief zwar insgesamt genauso eng wie die erste, aber die Hausherren gerieten nicht mehr in Rückstand. Bis zum 27:27 (40.) schafften sie zwar auch keinen nennenswerten Vorsprung, doch das änderte sich. Innerhalb von gut fünf Minuten stellten sie auf 33:28, das der beste Werfer Martin Lambrecht (10 Tore) erzielte.

Trainer Meißner: „Wie aus einem Guss“

„Wie aus einem Guss“, sagte Meißner zu dieser Phase: Und: „Wir haben unsere Abschlussquote deutlich gesteigert, 41 Tore wirfst du ja nicht jeden Tag.“ Und doch schien der Erfolg in Gefahr zu geraten. Nach dem 38:31 durch Marcel Kleinert (52.) verwarf die HSG gegen die nun offene Baunataler Deckung beinahe jeden Vorstoß. Als Jan Krathge eine Zeitstrafe abbrummte, schmolz die Führung bis auf drei Tore (39:36 /54.).

Das ständige Hin und Her, die hohe körperliche Intensität hätten Kraft gekostet, sagte Meißner. Zumal sein Team das hohe Tempo immer mitgegangen sei. Gut, dass Keeper Benjamin Efendic nun den ein oder anderen Ball wegfischte. Das Polster reichte, das Endergebnis stand bereits in der 56. Minute fest, die HSG verteidigte es recht sicher. „Man musste bis zum Ende sehr fokussiert sein, was uns gut gelungen ist“, sagte Meißner und verteilte ein „Sonderlob an alle“.  mn

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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