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0:8, 2:6 – ein gebrauchtes Wochenende für den TV Volkmarsen

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Kleiner Trost: Marcel Krafft gewann in Andernach sein erstes Einzel der Saison. Der TV Volkmarsen verlor aber wie auch tags zuvor klar.
Kleiner Trost: Marcel Krafft gewann in Andernach sein erstes Einzel der Saison. Der TV Volkmarsen verlor aber wie auch tags zuvor klar. © Artur Schöneburg

Der fulminante Saisonauftakt ist erst mal Geschichte. Nach 5:1 Startpunkten ist Badminton-Regionalligist Volkmarsen von seiner Auswärtstour im Südwesten mit den ersten Niederlagen zurückgekehrt.

Zwar wehrten sich die Aufsteiger nach Kräften, erlitten bei der Bundesliga-Reserve des TV Hofheim jedoch ein deutliches 0:8 und beim TB Andernach ein emotionales 2:6. In der Tabelle sind sie nun Dritter.

TV Hofheim II - TV Volkmarsen 8.0. Hofheim bot erwartungsgemäß seine stärkste Mannschaft gegen die Nordhessen auf, während diese Svenja Hügel ersetzen mussten. Marcel Krafft/Fabian Drude fehlte nicht viel zum erhofften Punkt im ersten Doppel, sie unterlagen gegen Prey/Witt in drei Sätzen (22:24, 21:13, 17:21).

Volkmarsen: Ligadebüt für Tatjana Merhof und Hanna Thunert

Im Damendoppel wehrten sich Tatjana Merhof und Hanna Thunert bei ihrem Liga-Debüt tapfer, mussten aber die Stärke ihrer Gegnerinnen Jung/Niemann anerkennen. Als auch Freddy Schuh und Felix Drude-Kampczyk im 2. Herrendoppel in zwei Sätzen gegen Bhatia/Niemann nicht punkten konnten, lagen die Gäste schon vorentscheidend mit 0:3 zurück.

Etwas Hoffnung schöpften sie, als Gesa Thunert im für sie ungewohnten Dameneinzel ein tolles Spiel gegen Merret Jung machte. Sie holte mit 21:17 den ersten Satz, verlor nach 17:21 schließlich in der Verlängerung des dritten Satzes mit 21:23. Ebenfalls in drei Sätzen zog Marcel Krafft im Spitzeneinzel gegen Nils Schmidt den Kürzeren (21:17, 16:21, 7:21), wodurch die Niederlage der Volkmarser bereits besiegelt war. Sie zeigten aber Moral und steckten nicht auf.

Die nächste unglückliche Dreisatz-Niederlage musste Fabian Drude gegen Sven Erik Prey einstecken (22:24, 21:19, 13:21). Am Ende mussten sowohl Freddy Schuh als auch das Mixed Thunert/Drude-Kampczyk trotz allen Einsatzes Zweisatzniederlagen einstecken. „Das Ergebnis fällt sicher zu hoch aus, aber wir müssen die Stärke der Hofheimer anerkennen“, meinte Frederic Schuh auf der Fahrt ins rheinland-pfälzische Andernach. Dort wartete auf die Volkmarser eine kurze Nacht im Hotel.  

TVB Andernach - TV Volkmarsen 6:2. Motiviert und um Wiedergutmachung bemüht starteten die Volkmarser in die Begegnung gegen Andernach und erwischten einen guten Start: Im ersten Herrendoppel fanden Fabian Drude/Marcel Krafft zu ihrer gewohnten Stärke und holten den ersten Punkt. Die Niederlage im Damendoppel, in dem abermals Tatjana Merhof und Hanna Thunert zum Einsatz kamen, führte zum 1:1. Bei Freddy Schuh und Felix Drude-Kampczyk war insbesondere das Aufschlagspiel zu unsicher, um konstant punkten zu können.

Schiedsrichterentscheidung bringt Gäste auf die Palme

Der Knoten platzte dann jedoch bei Marcel Krafft, der sein erstes Einzel der Saison gewann. Insbesondere eine mental überzeugende Leistung führte zum Dreisatz-Sieg gegen Bender – 2:2-Ausgleich. Gesa Thunert, die erneut im Dameneinzel zum Einsatz kam und viele gute Ballwechsel hatte, musste die Stärke ihrer Gegnerin Remakulus in zwei Sätzen anerkennen.

Dann wurde es bitter für den TVV. Fabian Drude kämpfte gegen Stromowski um jeden Ball und verwandelte einen tollen Smash zum 20:19 im dritten Satz – bevor der Schiedsrichter auf „Aus“ und Führung für Andernach entschied. Alle Proteste halfen nichts. Drude konnte den Matchball nicht abwehren und sah aufgrund unsportlichen Verhaltens auch noch den roten „Karton“.

Aufgebracht und angestachelt ob der Ereignisse versuchten Freddy Schuh im dritten Herreneinzel sowie Gesa Thunert/Felix Drude-Kampczyk im Gemischten Doppel noch das Unentschieden zu erzwingen. Doch erst verlor Schuh nach überstandener Corona-Infektion knapp in zwei Sätzen sein Einzel gegen Wansorra, dann fehlte dem Mixed beim 21:17, 18:21, 17:21 das Spielglück und die Niederlage war besiegelt.

„Alles in allem ein gebrauchtes Wochenende mit dem Ausfall von Svenja Hügel, der Corona-Pause von Freddy, den Anreisestrapazen und am Sonntag mehreren unglücklichen Schiri-Entscheidungen“, fasste Mannschaftsführer Drude-Kampczyk zusammen. „Aber der Charakter der Truppe stimmt. Wir werden wieder aufstehen.“

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Kugelsburgstädtern am 22/23. Oktober in den nächsten Heimspielen. Dann sollte zumindest gegen Saarbrücken wieder etwas möglich sein, während man gegen Liga-Primus Fischbach krasser Außenseiter ist. (red)

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