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Aufgestiegen, um zu bleiben: Volkmarsen startet in die Regionalliga-Saison

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Gespannt auf die Regionalliga: Das Team des TV Volkmarsen mit (hinten v. links) Marcel Krafft, Felix Drude-Kampczyk, Fabian Drude und Frederic Schuh sowie (vorn) Gesa Thunert (links) und Svenja Hügel.
Gespannt auf die Regionalliga: Das Team des TV Volkmarsen mit (hinten v. links) Marcel Krafft, Felix Drude-Kampczyk, Fabian Drude und Frederic Schuh sowie (vorn) Gesa Thunert (links) und Svenja Hügel. © pr

Erstmals nach Jahrzehnten schlägt der TV Volkmarsen wieder in der Badminton-Regionalliga Mitte auf. Die Saison startet am nächsten Sonntag, 11. September.

Der Fanclub aus Hamburg hat sich schon angekündigt, der aus Groß Lengden zur Hälfte auch. Wenn der Waldecker Auftsteiger loslegt, werden Daumendrücker aus etlichen Regionen Deutschlands in der Nordhessenhalle auf der Tribüne sitzen. Die Volkmarser starten ihr Projekt Klassenerhalt mit einem Heimspiel gegen den SV GuthsMuths Jena II.

Besagte Fanclubs muss man sich als Unterstützer aus Familie und Freundeskreis vorstellen. Die teils weite Anreise haben sie mit dem größeren Teil der Volkmarser Stammsechs gemeinsam, die im Vergleich zur Aufstiegssaison unverändert besteht. Gesa Thunert und Svenja Hügel, die beiden Frauen im Team, sind in Hamburg und Köln zuhause, Fabian Drude lebt ebenfalls in der Hansestadt, und Frederic Schuh in Stuttgart. Kurze Wege haben nur Kapitän Felix Drude-Kampczyk und Marcel Krafft.

Badminton: Volkmarsen setzt auf Zusammenhalt

Dass die einzelnen Mitglieder der Mannschaft über die halbe Republik verstreut sind, ist ein K.o.-Kriterium für stetiges gemeinsames Training. Dass die Volkmarser dennoch sowohl in den verschiedenen Doppeln als auch im Mixed harmonieren, hat viel mit dem besonderen Teamgeist zu tun.

„Es funktioniert sehr gut, weil wir uns gut verstehen und uns gut kennen“, sagt Svenja Hügel, Nummer eins des TVV im Dameneinzel. Neben großer Willensstärke und der Unterstützung des ganzen Vereins würdigt sie folglich ausdrücklich den Zusammenhalt als wichtigen Faktor für den direkten Volkmarser Aufstieg als Oberliga-Meister in der zurückliegenden Saison.

„Diese Stimmung müssen wir weiter auf das Feld bringen“, erklärt Hügel, die ab und zu nach Hamburg fährt, um gemeinsam mit Gesa Thunert zu trainieren. Das Ergebnis beeindruckt: In der vergangen Runde wiesen beide im Doppel eine Bilanz von 11:2-Siegen vor.

Von langer Hand geplant ist das gemeinsame Trainingslager, zu dem sich die Mannschaft an diesem Wochenende trifft. Sie will sich den letzten Schliff für den Saisonauftakt holen. Die Vorbereitung läuft aber schon länger. „Wir alle hatten im Sommer mehrere Wochen, in denen wir den Schläger nicht angerührt haben“, erzählt Kapitän Drude Kampczyk: „Deswegen ist es umso wichtiger für uns, wieder das Training im vollen Umfang aufzunehmen und an der Fitness zu arbeiten.“ Beim Vorbereitungsturnier in Münster vor zwei Wochen (siehe eigenen Text) zeigten sich noch Schwächen. Gerade in Sachen Schnelligkeit und Ballsicherheit gebe es noch zu tun, findet Gesa Thunert.

Konkurrenz noch schwer einzuschätzen

Die Volkmaser erwarten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse vor allem ein höheres Tempo. „Trotzdem wollen wir alles daran setzen, die Liga zu halten und somit nicht sofort wieder absteigen“, formuliert Svenja Hügel ein klares Saisonziel. Großes Pfund soll die Heimstärke bleiben „Wir wollen überraschen und ein unangenehmer Gegner sein“, sagt die Kölnerin weiter.

Die Konkurrenz einzuschätzen, fällt den Neulingen nicht leicht, da die Ranglisten noch nicht veröffentlicht sind. Zu den Favoriten dürften die Absteiger aus der 2. Liga, SV Fischbach und TuS Neuhofen, zählen. „Wundertüten“ sind für den TVV neben dem ersten Gegner aus Jena auch TV Hofheim II und 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim III, deren erste Garnitur jeweils in der Bundesliga ans Netz geht.

TB Andernach und Mitaufsteiger TV Mainz-Zahlbach könnten die Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf sein – zwei Teams der Achter-Liga müssen am Ende der Runde gehen. Falls einer aus dem Männerquartett ausfallen sollte, stehen in Sebastian Becker, Carsten Tegethoff und Christian Krafft nicht weniger gute Ersatzspieler bereit.  (mn/red)

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