Nachfolger von Gerhard Gottmann

Benedict Geise soll Vorsitz der Sportjugend übernehmen

Bei der Inzell-Freizeit fing alles an: Benedict Geise (Dodenhausen, Vierter von links) erklärt den Teilnehmern ein Spiel. Das Bild stammt aus dem Jahr 2013.
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Bei der Inzell-Freizeit fing alles an: Benedict Geise (Dodenhausen, Vierter von links) erklärt den Teilnehmern ein Spiel. Das Bild stammt aus dem Jahr 2013.

Der Dodenhäuser Benedict Geise soll künftig die Waldeck-Frankenberger Sportjugend führen. Er stellt sich am 20. März bei der Vollversammlung der Sportjugend zur Wahl.

Dodenhausen – Mehr als 30 Jahre lang hat Gerhard Gottmann die Waldeck-Frankenberger Sportjugend geprägt. Nicht ganz freiwillig, denn die Suche nach einem Nachfolger für die Nachwuchsorganisation gestaltete sich ziemlich schwierig. Der Bad Arolser hat seinen Nachfolger dabei selber an das neue Amt herangeführt.

„Er hat mich aufgebaut und vorbereitet“, erinnert sich Geise. Er nahm mehrfach an der traditionellen Inzell-Freizeit der Sportjugend teil, erstmals 2011. „Da hat mich Gerhard schon hin und wieder rausgenommen und mir Aufgaben gegeben. Zuerst kleinere Sachen, wie zum Beispiel ein Spiel leiten“, erzählt der Dodenhäuser.

Wird im März den Vorsitz der Waldeck-Frankenberger Sportjugend übernehmen: Benedict Geise.

Irgendwann sei der Kontakt enger geworden. „Dann hat er zu mir gesagt: Du hast Spaß an der Sache, warum kommst du nicht mal zu einer Sitzung der Sportjugend mit?“ Eine Taktik, die Gottmann gut beherrschte. „Gerhard hat über das Juniorteam und die Inzell-Freizeit immer wieder Leute an die Sportjugend herangeführt.“

Und weiter: „Da sind wir immer sehr gut mit gefahren, in Inzell während der Freizeit Leute zu rekrutieren.“ Man würde in diesen Situationen schnell sehen, wer für so etwas geeignet sei, wer eine Gruppe leiten oder für sie einstehen kann. „Und dann kann man die Leute immer mehr anfüttern und fördern.“

ZUR PERSON

Benedict Geise (22) kommt aus Dodenhausen und ist seit 2013 bei der Waldeck-Frankenberger Sportjugend aktiv. Geise spielte früher Fußball beim TSV Rosenthal, wechselte danach aber zum Handball. Der Torhüter spielte für die HSG Bad Wildungen, Melsungen und Baunatal und arbeitete auch als Torwarttrainer mit. Derzeit spielt er bei der HSG Konstanz in seinem Studienort. Dort studiert er Sport. 

Nicht immer blieben die Kandidaten, Geise aber blieb. Er folgte der Einladung und arbeitete seit 2013 regelmäßig bei der Sportjugend mit. Zunächst im Jugendteam, das die jährliche Inzell-Freizeit plante, seit 2015 war er einer der Jugendsprecher. Die Leidenschaft für die Arbeit in der Nachwuchsorganisation blieb, auch wenn Geise nach dem Abitur 2017 ein Sportstudium in Konstanz aufnahm, das er im kommenden Winter beenden will.

Bis dato soll er von seinem Vorgänger Gottmann, der stellvertretender Jugendwart bleiben wird, unterstützt werden. „Bis dahin werde ich nicht für jede Sitzung die 450 Kilometer in die Heimat auf mich nehmen können. Ich hoffe aber, dass ich ab 2022 dann voll und ganz zur Verfügung stehe.“ Die Unterstützung seines Vorgängers ist ihm wichtig. „Gerhard bringt die Erfahrung mit, er macht das jahrzehntelang. Aber ich sehe auch die Chance, dass wir ein paar frische Ideen einbringen können.“

Sportjugend: Größeres Team mit jungen Leuten

Denn eines sagt der Handball-Torhüter klipp und klar: „Ich habe Bock darauf, etwas zu gestalten.“ Zusammen mit einem großen Team, denn Geise sagt, dass der neue Sportjugendvorstand aus bis zu zwölf Kandidaten, inklusive der Jugendsprecher, bestehen wird, viele davon sehr jung.

„Das ist richtig gut, auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Da gab es manchmal nur die Hälfte.“ Insgesamt will er die Sportjugend noch enger an die Vereine heranrücken, dort bekannter machen. „Wir wollen den Vereinen zeigen, was wir sind und was wir zusammen verwirklichen können. Wir wollen untereinander Netzwerke aufbauen und auch in der Sportjugend Hessen noch besseren Anschluss finden“, sagt Geise, der mit seinem Team die Sportjugend auch in den sozialen Netzwerken breiter aufstellen und sich um das Thema „Kindeswohl im Sport“ kümmern will. (tsp)

Lesen Sie auch: 75 Jahre Sportkreis - Aktion „Junges Ehrenamt“

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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