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Nicht schon wieder 40 Stück: Korbachs Abwehr gegen Baunatal im Fokus

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Besser dagegenhalten wollen die Korbacher gegen Baunatal II in der Abwehr – so wie hier Kevin Scholz im Zweikampf mit Bad Wildungens Simon Riedesel. Der trifft mit seinem Team auf Ahnatal.
Besser dagegenhalten wollen die Korbacher gegen Baunatal II in der Abwehr – so wie hier Kevin Scholz im Zweikampf mit Bad Wildungens Simon Riedesel. Der trifft mit seinem Team auf Ahnatal. © Artur Schöneburg

Auf der Suche nach Selbstvertrauen sind die Handballer des TSV Korbach vor dem Bezirksoberliga-Spieltag am Wochenende. Noch ein weiteres heimisches Team ist im Einsatz.

Gegen die HSG Baunatal II werden die Korbacher das trotz Heimrecht nicht im Handumdrehen zurückbekommen. Deutlich leichter verspricht es für die HSG Bad Wildungen zu werden a auf dem Papier. Genau das schmeckt dem Trainer aber vor dem Gang zur HSG Ahnatal/Calden gar nicht. Der TV Külte hat erneut eine Zwangspause wegen der Coronafälle im Team.

Korbach – HSG Baunatal II (Sa., 18.30 Uhr). 41 und 44 Gegentore hat der TSV in den vergangenen beiden Spielen kassiert. Da ist klar, wo sich die Kreisstädter steigern müssen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. „Die Abwehr und das Zusammenspiel mit dem Torhüter müssen wieder gemeinschaftlich besser werden“, sagt Trainer Robert Müller, der weiter auf seine Nummer eins Ivan Blagus verzichten muss.

Auf seinem Vertreter Robin Richter-Schluckebier lastet nun die gesamte Verantwortung – alles andere als optimal für einen jungen Torhüter. „Er macht sich zu viel Druck. Sein Kopf ist nicht frei“, weiß Müller und nimmt den 19-Jährigen in Schutz. „Wir müssen ihm Mut zusprechen und in der Abwehr alles versuchen, um ihn zu entlasten.“

Insgesamt fehle seiner Mannschaft nach drei Niederlagen in Folge das Selbstvertrauen. „Gerade die jungen Spieler brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagt Müller, der noch mehr den Druck von seinem Team nimmt. „Es ist das erste Jahr in dieser Konstellation für uns und das wird ein Lehrjahr. Wir wollen das Beste rausholen und jedes Spiel gewinnen, aber im Grunde bereiten wir uns schon auf die kommende Saison vor.“ Gegen Baunatal muss der TSV vor allem die gefährlichen Rückraumschützen in den Griff bekommen.

Personell sieht es nicht gut aus. Neben Blagus werden Malte Urban (Schulterverletzung), Daniel Pok (Quarantäne) und Luk Schäfer (beruflich verhindert) fehlen. Hinter Abdu Altaweels Einsatz steht nach einem Arbeitsunfall noch ein Fragezeichen.

Bad Wildungen: Trainer Meißner warnt vor Ahnatal/Calden

Ahnatal/Calden – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (Sa., 18 Uhr). Wildungen gastiert beim Letzten – das gab’s doch schon mal. Richtig. Vor Weihnachten fuhren die damals Zweitplatzierten zur HSG Zwehren; Harald Meißner hatte gewarnt, das Spiel zu leicht zu nehmen. Genutzt hatte es nichts. Die Kurstädter kehrten ohne Punkte heim.

In dieser Woche wird Bad Wildungens Coach erneut mahnende Worte an sein Team richten, denn er kann sich nicht besonders mit der Favoritenrolle anfreunden. „Calden ist unangenehm, die haben eine fiese Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern“, sagt Meißner. Außerdem betont er den Umstand, in dem sich jeder Breitensportverein im Moment befindet. „Diese Saison ist unheimlich schwierig, weil man nicht zielgerichtet trainieren kann. Man weiß nie, mit welcher Besetzung man selbst antritt oder auf wen man trifft.“

Was die Wildunger wissen: Der Derbyerfolg gegen Korbach ist nur etwas wert, wenn sie nicht morgen gleich wieder enttäuschen. Und: Der Gegner ist in der unteren Tabellenhälfte unter Zugzwang und wird wissen, dass die Wildunger hin und wieder zu Ausrutschern neigen.

Gleichwohl: Als einzige hat die Meißner-Sieben mehr als 300 Tore geworfen und muss sich nicht verstecken: „Das wird kein Selbstläufer, aber wir fahren dahin, um das Spiel zu gewinnen“, sagt der Coach.  (tsp/gos)

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