TSV-Männer ohne Fans und ohne Blagus

Bezirksoberliga: Korbach bei Spitzenreiter in Bedrängnis – Bad Wildungen Favorit

Pech und Glück: Korbachs Torhüter Ivan Blagus fehlt nicht nur in Lohfelden verletzt. Jan Appel (vorn) ist bei Bad Wildungen hingegen in Oberzwehren wieder an Bord.
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Pech und Glück: Korbachs Torhüter Ivan Blagus fehlt nicht nur in Lohfelden verletzt. Jan Appel (vorn) ist bei Bad Wildungen hingegen in Oberzwehren wieder an Bord.

Kontrastprogramm: Während es die HSG Bad Wildungen mit Schlusslicht HSG Zwehren/Kassel zu tun bekommt, versucht der TSV Korbach beim Ligaprimus HSG Lohfelden/Vollmarshausen zu bestehen.

Nicht im Einsatz in der Bezirksoberliga Männer der Handballer ist an diesem Wochenende der TV Külte. Gastgeber TG Wehlheiden hat – was zulässig ist – die Partie abgesagt, weil coronabedingt zu wenige Spieler zur Verfügung stehen.

Lohfelden/Vollmarshausen – Korbach (So., 15 Uhr). Ausgerechnet vor der Auswärtsreise zum noch verlustpunktfreien Spitzenreiter meldet der TSV Korbach Personalnotstand auf der Torhüterposition. Ivan Blagus hat sich den Daumen gebrochen. Da auch der dritte Torhüter Felix Bock mit einer Knieverletzung längere Zeit nicht dabei sein kann, steht nur noch Robin Richter-Schluckebier als etatmäßiger Torhüter zur Verfügung.

Falls es notwendig werden sollte, hat sich Feldspieler Marc Wilke bereit erklärt, zwischen die Pfosten zu rücken. „Ivans Verletzung ist ein herber Verlust“, weiß auch Robert Müller, stärkt aber seiner nominellen Nummer zwei den Rücken. „Robin hat in der Vorbereitung oft genug gezeigt, dass er ein guter Rückhalt ist. Er hat mein vollstes Vertrauen.“

Natürlich weiß der Korbacher Trainer, dass beim Spiel in Lohfelden vor allem die Abwehr gefragt ist, um es Richter-Schluckebier nicht in Bedrängnis zu bringen. Aber auch den Angriff nimmt Müller verstärkt in die Pflicht, vor allem die Rückraumspieler. „Wir wollen wieder einfache Tore erzielen. Ich möchte, dass jeder auch mal den Mut hat und von dort Tore wirft.“ Lohfelden schätzt er als ausgeglichenes Team ein, das derzeit auf einer Euphoriewelle reitet. „Sie haben nicht den überragenden Spieler, die kommen über das Kollektiv.“

Personell wird neben Blagus auch Jannis Fromm (Schulterprobleme) fehlen. Ansonsten sind alle Spieler an Bord. Nicht an Bord sind allerdings die Korbacher Zuschauer: Lohfelden bittet darum, dass keine Fans mitfahren, da die Zuschauerkapazität in der Sensensteinhalle aufgrund der Corona-Regeln auf 100 Plätze begrenzt ist. „Auch das ist für uns ein Nachteil, da wir immer von unserer Fangemeinde unterstützt werden“, so Müller.

Bad Wildungens Trainer Meißner warnt vor HSG Zwehren

Zwehren/Kassel – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (Sa., 16 Uhr). Sind die Rollen klar verteilt beim Gastspiel der Kurstädter bei den punktlosen Kasselern? „Sicher, die Favoritenrolle nehmen wir an. Uns ist aber klar, dass es ein knallhartes Auswärtsspiel bei einem Gegner wird, der nichts zu verlieren hat“, sagt Harald Meißner, Trainer der Wildunger und früherer Trainer der HSG Zwehren.

Die haben nach dem Sieg gegen Ahnatal, bei dem erneut mehr als 40 Mal getroffen wurde, die stärkste Offensive der Liga und einige der Ausfälle vom letzten Wochenende sind wieder dabei, darunter Kapitän Martin Lamprecht, Jan Appel und Daniel Mentel. Trotzdem betont Meißner, dass es in der Bezirksoberliga der Männer niemanden gibt, der unterschätzt werden sollte. Er verweist als Mahnung auch darauf, dass Zwehren gegen Korbach und Wehlheiden jeweils nur knapp verloren und dabei bis kurz vor Schluss sogar geführt habe.

Zwehrens 30:32 in Külte habe ihn überrascht, gibt Meißner zu: „Diese Mannschaft hat weit mehr Potenzial, als es die Tabelle vermuten lässt.“ Gleichwohl gibt sein eigenes Team genug Zuversicht, bisher habe es immer einen gelungenen Matchplan gegeben. „Wir haben Lösungen für das einzelne Spiel gefunden, das funktioniert. Unseren Rhythmus müssen wir aber noch finden.“ (gos/tsp)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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