Bezirksoberliga: Die letzten Spiele vor der Pause

Korbach besiegt „Standhandballer“, Külte scheitert am Spitzenreiter

Nicht aufzuhalten: Johannes Wachs vom TV Külte zieht vor Christian Vogel (Lohfelden/Vollmarshausen) zum Tor. Die Waldecker unterlagen dem Spitzenreiter mit 29:36.
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Nicht aufzuhalten: Johannes Wachs vom TV Külte zieht vor Christian Vogel (Lohfelden/Vollmarshausen) zum Tor. Die Waldecker unterlagen dem Spitzenreiter mit 29:36.

Da war sie doch noch die schöne Bescherung für den TSV Korbach. Die Handballer beschenkten sich im letzten Spiel vor der Weihnachtspause mit dem ersten Heimsieg in der Bezirksoberliga.

Die bezwungene HSG Ahnatal/Calden bleibt damit in der Tabelle hinter dem TV Külte, für den sich zumindest der Wunsch erfüllte, gegen Spitzenreiter HSG Lohfelden nicht unterzugehen. Damit gehen die heimischen Handballer in die Pause, die in der Bezirksoberliga bis zum 8. Januar dauert. Dann geht es unter anderem mit dem Derby Wildungen gegen Külte weiter, die Landesligen starten eine Woche später.

Korbach – Ahnatal/Calden 34:26 (14:11). Korbachs Trainer Robert Müller verbuchte den ersehnten ersten Heimsieg der Saison unter der Kategorie „Hauptsache gewonnen“. Dass es kein schönes Spiel werden würde, war Müller schon im Vorfeld klar – und so kam es vor 130 Zuschauern dann auch.

Ahnatal suchte sein Heil in teils langen Angriffen, oftmals ohne jeden Druck und vom Schiedsrichter lange Zeit geduldet. Als „verschleppten Standhandball“ bezeichnete Müller die oft unansehnlichen Bemühungen der Gäste, die dennoch bis zur 12. Minute in Führung lagen (4:5).

Das lag aber vor allem daran, dass die Gastgeber erneut reihenweise Chancen liegen ließen. „Wir hatten 18 Fehlwürfe bis zu Pause“, kritisierte auch Müller. „Und das waren viele hundertprozentige. Uns hat die Konzentration im Abschluss gefehlt.“ So blieb Calden, das eigentlich in allen Bereich haushoch unterlegen war, zur Halbzeit beim 14:11 in Reichweite – Korbach hätte locker mit zehn Toren führen können, ja sogar müssen.

Erst im zweiten Abschnitt besserte sich die Chancenverwertung, dazu ließ bei den Gästen mehr und mehr die Kondition nach, sodass die Kreisstädter, die sich auch von den vielen eingestreuten Nickligkeiten nicht provozieren ließen, ihren Vorsprung ab der 35. Minute (15:14) kontinuierlich per Tempospiel nach oben schraubten – angeführt vom 13-fachen Torschützen Dave Alscher.

„Dass der Sieg hochverdient ist, darüber müssen wir nicht sprechen“, sagte Müller, der hervorhob, dass alle Spieler in der Partie Einsatzzeiten bekamen. (tsp)

Kültes Trainer Wachenfeld lobt „leidenschaftliches“ Team

Külte – Lohfelden/Vollmarshausen 29:36 (15:18). Es war ein Spiel für die Zuschauer, trotz der Külter Niederlage. Sigurd Wachenfeld lobt seine Männer: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen, die Mannschaft hat eine engagierte und leidenschaftliche Leistung und Herz gezeigt. Jeder hat sich bis zum Ende für das Team und die Zuschauer zerrissen“, sagte der Trainer der Gastgeber, für die es letzten Endes aber nicht gereicht gegen den Tabellenersten.

Unterm Strich waren es zu viele individuelle Fehler des TVK, die sich durch die gesamte Mannschaft in Offensive und Defensive zogen. Hinten wurde nicht gut verschoben, zu passiv agiert und die Räume wurden nicht zugemacht. Nach 18 Minuten war Külte das erste Mal mit fünf Toren in Rückstand, wenig später sollten es sogar sechs Tore sein. „Wir müssen zugeben, dass Lohfelden/Vollmarshausen das clever gemacht hat. In der Liga weiß man, dass sie gut bei Tempogegenstößen sind, das haben sie uns in dieser Phase eiskalt spüren lassen“, sagte Wachenfeld.

Seine Mannschaft produzierte vorne zu viel don dem, was beim Handball Folgen hat: Pässe zum Gegner, Würfe ins Aus, fallen gelassene Bälle. „Wir haben es nicht geschafft, genug Druck Richtung Tor zu machen“, merkte der Trainer an, der aber anerkannte, dass sein Team sich dennoch reingekniete sich bis zur Halbzeit wieder herankämpfte. Wachenfeld hatte am Ende der ersten Hälfte auf eine 5:1-Formation in der Abwehr umgestellt – „das hat geholfen, war aber nicht durchschlagend genug.“

Lange Zeit sag es auch in der zweiten Hälfte so aus, als würde Külte vielleicht noch herankommen. In der ersten Viertelstunde wurde der Rückstand immer wieder verkürzt. Sven Ammenhäuser, der bärenstarke 14 Tore warf, brachte sein Team auf 22:25 heran (43.). Aber danach folgten auf ein Külter Tor fast immer zwei HSG-Treffer.

Am Ende fehlten Kültes Coach einfach auch personelle Alternativen. Denn Stefan Fritsch, Stefan Stein und Fabian Stein fielen kurzfristig aus. Wachenfeld sah am Ende aber vor allem das Positive: „Die Mannschaft hat herausragenden Kampfgeist und eine couragierte Leistung gezeigt. Das können wir mit ins neue Jahr nehmen und darauf aufbauen.“ (gos)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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