Bezirksoberliga-Partie auf schwachem Niveau

Korbach gewinnt in Külte das Handball-Derby klar

Handballer beim Sprungwurf, vor sich nur den gegnerischen Torwart.
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Auf der Suche nach einer guten Flugbahn des Balls: Der Korbacher Marc Wilke hat im Anflug den Külter Torwart Maurice Voye vor sich.

Das zweite Waldecker Derby der Saison in der Handball-Bezirksoberliga war eine klare Angelegenheit. Mit 26:18 (13:7) gewann der TSV Korbach beim TV Külte ein Spiel auf schwachem Niveau.

Külte - Nach dem Schlusspfiff hatte man ein wenig den Eindruck, dass beide Trainer nicht so recht wussten, was sie von der Partie halten sollten. „Wichtig für uns war, dass wir gewonnen haben“, sagte Korbachs Trainer Robert Müller, der von einem „zerfahrenen Spiel“ sprach.

Sein Gegenüber Sigurd Wachenfeld klang positiver, denn er hatte im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen einen besseren Auftritt seines Teams gesehen. „Von den Gegentoren her war es heute nicht so tragisch, sondern wir haben uns im Angriff viel schwerer getan.“

Die Külter Schwäche in der Offensive war vor allem in den ersten 20 Minuten der Begegnung offensichtlich. Die Gastgeber bissen sich an der Korbacher Abwehr samt Torhüter Ivan Blagus die Zähne aus. Über ein 4:0 (7.) und ein 6:2 ( 11.) bauten die Korbacher den Vorsprung bis auf 10:2 ( 22.) aus. „Vielleicht hatten wir zu viel Respekt vor dem Gegner“, mutmaßte Wachenfeld.

Korbach vergibt reihenweise Chancen

Der Külter Rückstand hätte sogar noch weitaus höher ausfallen können, hätten die Gäste nicht ihren Schwachpunkt ausgespielt: Sie vergaben erneut reihenweise beste Chancen. „Wir hätten viel früher den Sack zu machen müssen“, kritisierte Müller. Da sein Team in den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel zudem eine Pause in der Abwehrarbeit einlegte, hielt Külte den Rückstand beim 7:13-Halbzeitstand in Grenzen.

Auch im zweiten Durchgang lieferten die Gastgeber ihrem Gegner einen großen Kampf, ohne sie dadurch wirklich in Bedrängnis zu bringen. Sie schafften es bis in die Schlussphase hinein nicht, den Sechs-Tore-Rückstand zu verkürzen (12:18, 40., 14:20, 49.). Und das, obwohl Korbach gegen die Külter Deckung viel zu statisch und oft auch ideenlos spielte.

Wachenfeld sieht bei Abwehrleistung Fortschritte

„Immer dann, wenn wir unsere Auslösehandlungen gespielt haben, haben wir schöne Tore erzielt. Aber in längeren Phasen haben wir vorne oft den Kopf verloren“, musste Müller zugeben. So blieb sein Team zwischen der 37. und 47. Minute ohne Treffer, behielt aber in der Abwehr den Zugriff auf den weiter harmlosen Külter Angriff – auch in mehreren Unterzahlsituationen.

Erst in der Schlussphase, als den Kültern ein wenig die Kraft ausging, erhöhte Korbach auf 26:18. „Von der Abwehrleistung her war es für uns heute ein Schritt nach vorn“, betonte Wachenfeld. Für Müller zählte nur der Sieg: „Für uns war nach der Niederlage gegen Wehlheiden vor allem wichtig, dass wir die zwei Punkte holen.“

Die Fotos zum Derby gibt es hier.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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