1. Startseite
  2. Waldeckische Landeszeitung
  3. Lokalsport

Bezirksoberliga: Korbach jubelt 14 Sekunden vor Ende

Erstellt:

Kommentare

Den hab ich vor dir: Korbachs guter Keeper Robin Richter-Schluckebier schreit nach seinem „Safe“ gegen Zierenbergs Matthias Spangenberg seine Freude heraus.
Den hab ich vor dir: Korbachs guter Keeper Robin Richter-Schluckebier schreit nach seinem „Safe“ gegen Zierenbergs Matthias Spangenberg seine Freude heraus. © Artur Worobiow

Mit schmaler Bank ist es schwer, Spiele auf diesem Niveau zu gewinnen. Diese Erfahrung machte am Wochenende die HSG Bad Wildungen bei der HSG Hofgeismar/Grebenstein.

Eine ernüchternde Niederlage gegen den Tabellenvierten musste der TV Külte am Sonntag in der Bezirksoberliga der Männer einstecken – 29:37 (15:22) beim GSV Eintracht Baunatal II.

14 Sekunden vor der Schlusssirene war hingegen für die Korbacher Handballer der gelungene Jahresauftakt perfekt. Michel Pawelczyk traf zum 27:26 gegen den HSC Zierenberg.

TV Külte ist gut 50 Minuten chancenlos

Eintr. Baunatal II - Külte 37:29 (22:15). Die Nordwaldecker erwischten einen dieser gebrauchten Tage, an dem wenig zusammenläuft. So hatten sie zu keinem Zeitpunkt im Spiel eine Chance gegen die stark aufspielende Eintracht. Bereits nach knapp zehn Minuten – bis dahin war Külte beim 5:7 einigermaßen im Spiel – wurde deutlich, wer das Sagen auf der Platte haben sollte, als die Gastgeber sich mit drei Toren absetzten. „Das war nicht gut von uns“, resümierte TVK-Trainer Carsten Neumann. „Auch in der Höhe ist das eine absolut verdiente Niederlage.“

Külte fand nicht ins Spiel, bekam keinen Zugriff, war hinten nicht griffig genug und vorne zu leichtfertig. „Da waren zu viele leichte Ballverluste, die zu Tempogegenstößen geführt haben.“ Neumann sagte, sein Team sei der Normalform hinterhergelaufen. *In Zahlen sah das so aus: Nach 13 Minuten erstmals mit fünf Toren hinten, nach 20 Minuten mit acht, zur Pause mit sieben. Zweistellig, wie in Minute 51 (24:34) wurde es nicht, aber die nur mit zehn Mann angereisten Külter hatten zu wenig entgegenzusetzen.

TSV Korbach: Starker Torwart und starke Endphase

Korbach – Zierenberg 27:26 (13:13). Das Spiel war aufgrund einer auf beiden Seiten hohen Fehlerquote nicht hochklassig, dafür bis zur letzten Sekunde spannend. Die Gäste sahen beim 23:20 (52.) wie der Sieger aus, doch danach bäumten sich die Kreisstädter noch einmal auf. „Belohnt euch für eure Leistung, es sind noch sieben Minuten“, motivierte Trainer Robert Müller seine Spieler

Und die taten genau dies. Angefeuert von rund 200 Fans in der Halle und gestützt von der guten Torhüterleistung von Robin Richter-Schluckebier glich der TSV durch Melvin Trapp zum 23:23 (56.) aus. Und es kam noch besser.

Drei Minuten vor Ende brachte der insgesamt sieben Mal erfolgreiche Ron Alscher sein Team mit 24:23 in Führung. Erneut Alscher sowie zwei Mal der in Hälfte zwei starke Michel Pawelczyk sorgten dafür, dass beide Punkte in Korbach blieben.

Zuvor hatten beide ein ausgeglichenes Spiel gezeigt, in dem sich kein Team wirklich absetzen konnte. Beide hatten vor allem Probleme im Angriff. eine „hohe Fehlerquote“ monierte Müller, der aber hinzufügte: „Für meine junge Mannschaft war es wichtig, dass wir auch mal so ein enges Spiel für uns entscheiden konnten. Es waren es vor allem die jungen Spieler, die das Spiel gedreht haben.“

HSG Bad Wildungen: Trainer Wrzosek sieht zu viele einfache Fehler

Hofgeismar/Grebenstein – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim 33:24 (18:13). Nach ordentlicher Startphase lag Wildungen nur 4:5 hinten und war dann zwei Minuten in Überzahl. Startschuss für eine offensive Drangphase? Nein, Hofgeismar erhöhte auf 7:4 (13.). Die Gäste schüttelten sich, wurden wacher und holten auf. Beim Stand von 8:8 (17.) offenbarten die Mannen von Sebastian Wrzosek aber wieder Schwächen. „Wir haben zu früh den Abschluss gesucht, zu viele technische Fehler gemacht und den Gegner zum Torewerfen eingeladen“, fasste der Coach zusammen.

Beim Stand von 8:8 (17.) fingen Wrzoseks Männer dann an zu bröckeln. „Wir haben zu früh den Abschluss gesucht, zu viele technische Fehler gemacht und den Gegner zum Torewerfen eingeladen“, fasst Wrzosek zusammen. Als Hofgeismar dann das erste Mal mit fünf Toren in Front ging (27.) war für Wrzosek die Messe gelesen.

Auch die Halbzeitansprache brachte keinen neuen Schwung, Wildungen hat es an Kraft gefehlt. Die Heim-Sieben kam hingegen gut aus der Halbzeit und behielte die Kontrolle, baute die Führung Schritt für Schritt aus. Wildungen hingegen kassierte zwei Zweiminutenstrafen (33., 36.), die der ohnehin dezimierten Mannschaft zusetzten.

Hofgeismar zog uneinholbar weg, nach 42 Minuten stand es 23:15, zehn Minuten später 30:20. Wildungen reiste mit acht Spielern an, „klar, dass dann irgendwann die Ausdauer nachlässt“, sagte Wrzosek. Mit einer schmalen Bank ist es schwer, Spiele auf diesem Niveau zu gewinnen. Ein gebrauchter Samstag für Wildungen, bei dem „nicht viel gutes zusammenlief“, wie Wrzosek zusammenfasste.  (tsp/gos)

Auch interessant

Kommentare