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Bezirksoberliga: Külte zum Derby bei HSG Bad Wildungen in Bergheim

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Hand angelegt: Die Bad Wildunger Jan Krathge (links) und Justus Krathge versuchen in dieser Szene des Vorjahres, Sven Ammenhäuser zu stoppen. Den Dreikampf wird es Sonntag nicht geben – der Külter fehlt im Derby.
Hand angelegt: Die Bad Wildunger Jan Krathge (links) und Justus Krathge versuchen in dieser Szene des Vorjahres, Sven Ammenhäuser zu stoppen. Den Dreikampf wird es Sonntag nicht geben – der Külter fehlt im Derby. © Jens Kaliske/Archiv

Zweites Kreisderby der Saison in der Bezirksoberliga der Handballer: Die HSG Bad Wildungen empfängt am Sonntagabend den TV Külte, der bereits seine Derbyqualitäten unter Beweis gestellt hat.

Ein Remis erkämpften sich die Külter kürzlich in Korbach beim TSV. Die Hansestädter ihrerseits treffen morgen zu Hause auf Tabellennachbar HSG Hofgeismar.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Külte. Nachdem das Duell gegen Korbach auf das Wochenende vor Weihnachten verlegt worden ist, rüsten sich die Wildunger erstmals für ein Derby im Waldecker Land. Ab 18 Uhr steht am Sonntag in der Sporthalle der Gesamtschule Edertal ein TV Külte auf der Platte, dem aufgrund der personellen Engpässe die Pause am vorigen Wochenende gut getan haben dürfte. Mit 6:12 Punkten haben die Nordwal-decker auch nicht den ganz großen Druck im Rucksack.

Bad Wildungen will Külte im Derby besiegen

Bad Wildungen verbuchte bisher 9:7 Punkte, bei einem Spiel weniger als Külte. „Die Tabelle spiegelt aber nicht Wildungens Qualität wider“, sagt Carsten Neumann. „Die Wildunger haben schnelle Außen, einen erfahrenen Rückraum, das wird nicht leicht werden“, glaubt Kültes Trainer. Er schätzt den Gastgeber stark ein, will in der Vorbereitung und beim Spiel aber auf seine eigene Truppe schauen und vor allem Lösungen für ein altbekanntes Problem finden: Der TVK muss auf den verletzten Sven Ammenhäuser und Fabian Stein (privat verhindert) verzichten. „Eigentlich stellt sich die Mannschaft fast von selbst auf“, scherzt Neumann. Aber nicht auf die Aufstellung, sondern auf die Einstellung werde es ankommen, taktisch wie kämpferisch.

Die Wildunger HSG liegt im Soll, aber Hochs und Tiefs wechseln sich ab – wie vorigen Sonntag beim unnötigen 23:24 in Zierenberg, als es nach klarer Pausenführung vor allem in Angriff gar nicht mehr lief. Sebastian Wrzosek weiß, dass eine solche Chancenverwertung am Sonntag wohl wieder den K.o. bedeuten würde. Bad Wildungens Coach weiß zudem, was für einen Gegner die HSG empfängt: „Külte hat schnelle, junge Spieler, die 60 Minuten lang ihr Spiel spielen und sich gut entwickelt haben.“

TSV Korbach: Erster Heimsieg steht noch aus

Wrzosek möchte nicht leichtfertig aufs Tor werfen, um Külte nicht ins schnelle Spiel kommen zu lassen. Defensiv will er vor allem mit Körperlichkeit antworten. So oder so muss Wildungen eine konzentrierte Leistung zeigen und seinen Gegner nicht unterschätzen. Mit Jan Appel und Dennis Buchholz sind zwei Spieler mit einem Fragezeichen versehen, was ihren Einsatz am Sonntag angeht.

Korbach – Hofgeismar/Grebenstein. Es ist ein wenig das Duell der Enttäuschten. Sowohl die Kreisstädter, als auch der Landesligaabsteiger haben sich vor der Saison mehr ausgerechnet als einen Platz im grauen Mittelfeld der Tabelle. Doch eben da stehen beide Teams vor dem Aufeinandertreffen in der Kreissporthalle am Samstag.

Korbachs Trainer Robert Müller gewinnt dem Abrutschen ins Mittelfeld auch Positives ab. „Der Druck ist jetzt weggefallen. Wir können befreit aufspielen.“ Sein Team solle nun vor allem den Spaß wiederfinden und einfacher das Potenzial abrufen, so Müller. Gegen Hofgeismar will der Coach besonders auf Jan Kurban achten, für Müller „der beste Linksaußen der Liga“. Um schnelle Gegenstöße zu vermeiden, muss Korbach die Zahl der Fehler im Angriff minimieren und auch eine gute Rückzugsphase an den Tag legen.

Beim Ziel „erster Heimsieg in dieser Saison“ hofft Müller auch auf Unterstützung von den Rängen: Hofgeismar reist wie so oft bei Spielen in Korbach mit Fanbussen an. „Ich hoffe, dass sich unsere Fans dem lautstark entgegenstellen“, sagt Müller.  (gos/tsp)

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