Korbach in Zwehren

Bezirksoberliga-Start: Bad Wildungen zum Derby in Külte

Sie werfen wieder: Freie Bahn hat in dieser Szene der Bad Wildunger Jan Krathge, und zwar im Testspiel gegen die ESG Gensungen/Felsberg II (21:20).
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Sie werfen wieder: Freie Bahn hat in dieser Szene der Bad Wildunger Jan Krathge, und zwar im Testspiel gegen die ESG Gensungen/Felsberg II (21:20).

Wo steht die eigene Mannschaft, wo der Gegner? Der erste Spieltag nach mehr als einem Jahr Zwangspause stellt auch die heimischen Handball-Bezirksoberligisten vor diese Fragen.

Der Modus mit Qualifikationsspielen sowie anschließender Abstiegs- und Meisterrunde fordert sie auf, möglichst schnell Betriebstemperatur zu erreichen. Zum Auftakt stehen sich in Külte gleich zwei Waldecker Teams gegenüber, der TSV Korbach macht sich ab nach Kassel.

Külte – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim. Erstes Punktspiel nach gefühlter Ewigkeit, dazu in eigener Halle und einen Gast aus demselben Sportkreis: In Külte sehen sie dem Saisonauftakt mit Vorfreude entgegen, doch auch mit Anspannung. Da ist einmal das Sportliche: „Wir machen uns auf einen sehr starken Gegner gefasst“, sagt Trainer Sigurd Wachenfeld. Er wähnt in der HSG ein Team „mit Ambitionen nach oben“.

Bei den eigenen Ambitionen im Derby gibt sich Wachenfeld folglich zurückhaltend. „Wir wollen schon versuchen, dass wir dagegenhalten“, sagt er. Dem Rad des Gegners in die Speichen greifen. Der Trainer spricht aber auch vom Lernen für sein verjüngtes Team: „Wenn es nicht für Punkte reichen sollte, wollen wir wenigstens so was mitnehmen.“

Külter gespannt auf Zuschauer, Wildunger gespannt auf Külte

Gespannt sind sie beim TVK, wie die eigenen Zuschauer auf das Corona-Konzept mit 2G-Regel reagieren. „Wir sind unsicher, wie die Resonanz ist“, sagt Wachenfeld. Volle Kapelle hat er dagegen nach dem Stand Mitte der Woche für den eigenen Kader: „Es sind alle da“.

Gemischte Gefühle herrschen auch bei der HSG Bad Wildungen. Gute Stimmung hat die Mannschaft über die letzten Wochen der Vorbereitung getragen. Die Spieler seien lernwillig und begeisterungsfähig gewesen in der langen Zeit, sagt Trainer Harald Meißner und fügt ungeduldig an: „Es darf jetzt auch mal losgehen.“

Auf der anderen Seite steht die Ungewissheit in der Frage „Wie gut sind wir?“ Die Rolle des Geheimfavoriten weist Meißner zurück: „Auch wenn es lange her ist, darf man nicht vergessen: Wir sind Aufsteiger.“

Fehlstarts erlaubt der veränderte Spielmodus nicht, das weiß der HSG-Coach: „In dieser Vorrunde werden weniger Fehler verziehen, schnell ist Druck da.“ Meißner hat Respekt vor dem Derby: „Erster Spieltag in Külte, das ist ne Aufgabe.“ Ihm sei die Heimstärke des TVK bewusst: „Die Külter spielen schon immer sehr körperlich, gerade zu Hause.“

Fehlen wird dem Gast Daniel Mentel, der im Training umgeknickt ist. Die Diagnose steht noch aus. Darüber hinaus hofft Meißner, dass die Erkältungswelle seine Truppe nicht erwischt – beim letzten Testspiel gegen Gensungen/Felsberg II (21:20) vor einer Woche fehlten drei Spieler krankheitsbedingt.

Zwehren/Kassel – Korbach. „Wir sind bereit“, sagt Robert Müller. Im Februar 2020 absolvierte sein Team das letzte Pflichtspiel. So ist Korbachs Trainer trotz aller Vorfreude auch vorsichtig. Schon in normalen Zeiten ist das erste Saisonspiel eine Wundertüte, nun kommt die lange Corona-Pause hinzu. Sie wirft Fragen, die kurze Runde erzeugt gleich Druck.

Was Müller über Zwehren weiß, weiß er von Trainerkollegen. Er erwartet einen körperlich robusten Gegner, der wie die Kreisstädter auf eine stabile Deckung mit gutem Torhüter setzt. Müller beschäftigt sich aber zuerst mit dem eigenen Team. „Wir wollen unsere Spielphilosophie zeigen – das, was wir können. Wenn uns das gelingt, dann haben wir gute Chancen das Spiel zu gewinnen.“

Am Dienstag absolvierte der TSV einen letzten Test. „Das war sehr ordentlich“, lobte Müller sein Team nach dem 27:22 gegen den HSC Zierenberg aus der Gruppe 2 der Bezirksoberliga. Allerdings verletzten sich Raphael Harbecke (Kapselriss am Daumen) und Till Westmeier (Pferdekuss am Knie). „Ich hoffe, dass sie Samstag spielen können“, sagt Müller. Auf Luk Schäfer muss er verzichten, dieser kann erst im Heimspiel gegen Wehlheiden mitwirken.  (tsp, schä, mn)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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