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Biathlon: Karolin Horchler beendet ihre Karriere

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Von: Gerhard Menkel

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Karolin Horchler mit Gewehr
Ihr letzter Auftritt: Karolin Horchler bei der EM Ende Januar am Arber. © Imago/Deubert

Nach einer schwierigen Saison hat Karolin Horchler ihre Karriere beendet. „Meine Biathlonreise geht zu Ende“, erklärte die 32-Jährige, die aus dem Diemelseer Orsteil Ottlar stammt.

Ottlar - „Ich bin dankbar für eine wundervolle Zeit mit all den Höhen und Tiefen. Und ja, ich hatte mir ein schöneres Ende vorgestellt, aber Körper und Geist sind nach der langen Zeit im Hochleistungssport müde geworden“, schrieb Karolin Horchler in den sozialen Medien.

Die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startende Athletin hatte in der Vorbereitung auf den Winter noch leise gehofft, sie könne sich für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren. Statt dessen sortierte sie der Deutsche Ski-Verband bereits nach den ersten Rennen im IBU-Cup, der zweiten Biathlon-Liga, aus und sie lief fortan im Deutschland-Pokal.

EM am Arber der letzte Auftritt

Die nationalen Rennen liefen gut und bescherten ihr einen Einsatz bei der Biathlon-Europameisterschaft Ende Januar. Doch das Einzel (24. Platz) war auch schon der letzte Auftritt bei der EM am Arber - und auch der letzte ihrer Laufbahn. 

Horchler hatte sich ein schmerzhaftes Knochenödem im Mittelfuß zugezogen und musste eine Zwangspause einlegen. „Eine Überbelastung“, ließ sie wissen.

Schon die Saison 2020/21 war von Verletzungen geprägt gewesen, die in Ruhpolding lebende Horchler hatte nicht ein Rennen bestritten. Die 32-Jährige, deren ältere Schwester Nadine auch einst im Weltcup lief (und einen Einzelsieg in Antholz holte) , feierte mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille 2020 mit der Staffel ihren größten Erfolg.

Erstes Rennen mit fünf Jahren

Sie sei vor 27 Jahren ihr ersten Rennen gelaufen, schreibt Horchler auf Facebook, „ohne zu wissen, was da noch für großartige Momente auf mich warten“. Ihre Laufbahn hatte sie beim SC Willingen begonnen.

Sie blicke mit „einem großen Lächeln zufrieden und stolz auf die vergangenen Jahre zurück“. Danke sagt sie allen, „die mich auf meiner Reise begleitet und unterstützt haben. Ohne euch, wäre das alles nicht möglich gewesen. Vor allem meiner Familie, Freunden, Trainern, Betreuern, Sponsoren, Partnern, dem Team und allen, die immer an mich geglaubt haben.“ 

Im Weltcup schaffte es Horchler nicht auf ein Einzelpodest, im IBU-Cup holte sie in der Saison 2017/18 den Gesamtsieg und sicherte sich zudem je einmal die Disziplinwertung im Einzel und im Sprint. Vorher hatte bereits Maren Hammerschmidt aus Winterberg das Ende ihrer Sportlerlaufbahn verkündet. (red)

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