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Billard-DM: Conny Teichert besiegt Favoritin – Juri Pisklov früh raus

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Von: Dirk Schäfer

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Conny Teichert (PBC Bad Wildungen) bei der Deutschen Billard-Meisterschaft 2022 in der Wandelhalle Bad Wildungen (hier 10 Ball).
Conny Teichert (PBC Bad Wildungen) bei der Deutschen Billard-Meisterschaft 2022 in der Wandelhalle Bad Wildungen (hier 10 Ball). © TOUCH www.billard1.net

Teil zwei der Deutschen Billard-Meisterschaften in Bad Wildungen läuft – und der Griff nach einer dritten „Medaille dahoam“ ist erst einmal gescheitert.

Mitfavorit Juri Pisklov musste nach einem guten Start am Montag gestern nach nur einem Spiel die Queues wieder einpacken. Aus im 10-Ball der Herren schon Achtelfinale gegen den hessischen Konkurrenten Marlin Köhler vom BV Mörfelden-Walldorf. Bitter ist das unerwartet frühe Ausscheiden des Titelverteidigers vor allem, weil es sein einziger Start vor der Haustüre ist.

Pisklov startete mit einem 6:3 gegen Fabian Schepers (SV Lok Staßfurt) sehr gut und legte in der Gewinnerrunde ein 6:2 gegen Pascal Bruckmann (Bergedorf) nach. Damit war das Achtelfinale gebucht. „In den ersten zwei Matches habe ich stabil spielt, wenige Fehler macht und hatte mein Ziel vor Augen“, schildert der Wildunger sein Reinkommen ins Turnier, bei dem er sich diesmal auch aus Enttäuschung über den nationalen Verband DBU rar macht.

Juri Pisklov (PBC Bad Wildungen/SG Johannesberg) (hier 10 Ball).
Frustriert: Der Wildunger Juri Pisklov schied beim einzigen DM-Auftritt bereits im Achtelfinale aus. © TOUCH www.billard1.net

Vielleicht lag es auch daran, dass er nicht in Medaillennähe kam. 4:7 gestern im Achtelfinale gegen Köhler, dem Pisklov eine gute Leistung attestierte. Sich selbst nicht. „Ich bin für zwei Schussfehler bitter bestraft worden. Vielleicht war ich ein bisschen zu verkrampft, wollte es allen beweisen. Ich habe im Endeffekt verdient verloren. So kam der Spaß diesmal zu kurz“, analysierte der 32-Jährige – und gestand: „Es ist wohl nie gut, alles auf eine Karte zu setzen. Aber so ist der Sport.“

Somit kann sich Pisklov auf die letzten Wettkämpfe des Jahres konzentrieren – zwei Bundesligaspiele mit seinem Team von der SG Johannesberg im Dezember..

Conny Teichert bezwingt die dreifache Meisterin von 2021

Noch vollen Fokus auf die DM in der Wandelhalle hat Conny Teichert, die für den PBC Bad Wildungen bei den Ladies (ab 40 Jahre) spielt. Im 10-Ball gelang der Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2019 – damals noch für Gießen – eine kleine Überraschung, als sie nach einer knappen 3:4-Auftaktniederlage und einem 4:2 in der Verliererrunde im Achtelfinale dann Birgit Heidorn (BSG Hannover) mit 4:1 ausschaltete. Heidorn hatte voriges Jahr drei Titel in Bad Wildungen abgeräumt.

Der Traum von der Medaille endete dann aber für Conny Teichert im Viertelfinale – 1:5 gegen Christine Steinlage. Die Spielerin des PBC Neuwerk trumpft bisher sehr gut auf, stand am Abend im FInale und holte sich zum Auftakt den Titel im 14.1 endlos. Conny Teichert, die in dieser Disziplin nach zwei Niederlagen früh ausschied, hofft im 8-Ball (ab Mittwoch) und im 9-Ball (ab Freitag) auf weitere gute Matches.

Im 32er-Feld der Herren im 10-Ball war in Rainer Scheffke ein weiterer Bad Wildunger am Tisch. Nach zwei Niederlagen und einem Sieg verpasste er knapp das Achtelfinale. (schä)

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