Lokalmatador gewinnt im 10-Ball

Billard: Bad Wildunger Juri Pisklov triumphiert bei der deutschen Meisterschaft

Siegerfaust: Juri Pisklov, der deutscher Meister im 10-Ball, mit seiner Goldmedaille.
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Siegerfaust: Juri Pisklov, der deutscher Meister im 10-Ball, mit seiner Goldmedaille.

Riesensache für den heimischen Billard-Sport: Einer der 67 Titel der deutschen Meisterschaften 2021 bleibt in der Badestadt. Juri Pisklov aus Bad Wildungen holte sich den Sieg im 10-Ball.

Bad Wildungen – Am fünften Tag der Erwachsenen-Wettbewerbe in der Wandelhalle feiert die Stadt Bad Wildungen etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal in der nunmehr 16-jährigen Geschichte der Deutschen Billardmeisterschaften konnte ein Sohn der Stadt die Goldmedaille gewinnen.

Zwar spielt Juri Pisklov mittlerweile für die SG Johannesberg-Fulda in der zweiten Bundesliga, doch ist er lebt in der Kurstadt, wo er auch als Physiotherapeut arbeitet. Vor zahlreichen Fans spielte er den ganzen Dienstag über wie aus einem Guss und krönte sich durch ein 8:3 gegen Sebastian Ludwig (PBC Joker Altstadt) zum neuen Deutschen Meister.

Juri Pisklov: Souveräne Auftritte bis zum goldenen Ende

Zwei Tage nach seinem Viertelfinal-Aus in der Pool-Disziplin 14.1 endlos hielt sich Pisklov als einziger der 31 Spieler in sechs Matches schadlos. In der Hauptrunde gegen Julian Brede (Lübeck) und in der ersten Gewinnerrunde gegen den Vizemeister im 14.1, Valery Kuloyants (BSV München), gab der 31-Jährige insgesamt nur einen Satz ab. Kuloyants, der über die Verliererunde weiterkam, traf Pisklov im Viertelfinale wieder und ließ ihm beim 8:2 erneut keine Chance. Zuvor hatte der Bad Wildunger im Achtelfinale André Lackner mit 7:4 ausgeschaltet. Nun fehlten noch zwei Siege zum ganz großen Wurf.

Das Halbfinale gegen Tobias Bongers vom PBC Schwerte war letztlich das spannendste Spiel von Pisklov, der aber mit 8:5 erneut die Oberhand behielt. Sebastian Ludwig, sein Endspielgegner vom saarländischen Club Joker Altstadt, hatte mit jeweils 8:7 zuvor zweimal deutlich mehr kämpfen müssen. Am Ende kämpfte auch er vergebens gegen den in starker Form aufspielenden Juri Pisklov.

Bei der Siegerehrung am Abend genoss der Lokalmatador den Heimsieg, der vielleicht auch an den kommenden Tagen noch einmal ein paar Zuschauer mehr in die Wandelhalle lockt. Bis Sonntag wird dort noch gespielt, und Pisklov ist im 8- und 9-Ball noch zweimal im Medaillenrennen. „Das war mein erster DM-Titel. Aber hoffentlich noch nicht der letzte“, gab sich der Wildunger angriffslustig, ehe er im Vereinsheim des 1.PBC noch ein wenig feiern ging. (schä)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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