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Bitter und das Spiel verloren: HSG Twistetal fehlt beim 35:37 in Dittershausen das Glück

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Jannik Bitter erlitt in Dittershausen eine Handverletzung.
Jannik Bitter erlitt in Dittershausen eine Handverletzung. © HSG Twistetal

Schon in der dritten Minute nahm das Unheil für die Handballer der HSG Twistetal seinen Lauf: Jannik Bitter wurde im Landesligaspiel bei der TSG Dittershausen beim Torwurf von einem Gegenspieler so hart am Arm verletzt, dass er zur Untersuchung ins Krankenhaus musste.

Twistetal – Die Twistetaler Bank sah vorher schon spärlich aus, aber nach Bitters Ausfall gab es für Trainer Steffen Fingerhut bei den Feldspielern kaum noch Wechselmöglichkeiten. Diesen Vorteil nutzte Dittershausen und gewann mit 37:35 (18:19).

Trotzdem war der Twistetaler Coach stolz auf seine Mannschaft, weil sie eine gute Leistung gezeigt habe. Der Coach weist aber auch daraufhin, dass man mit 35 Toren in Dittershausen gewinnen sollte. Doch das Torhüter-Duell ging klar an den Gastgeber, denn die Twistetaler Keeper hatten nicht ihren besten Tag erwischt.

Der Coach kündigte auch an, das künftig im Training vermehrt die Abwehrarbeit im Fokus stehen werde. „Wir dürfen keine 37 Tore gegen eine Mannschaft kassieren, die so ausrechenbar spielt wie Dittershausen“, betonte Fingerhut, der in diesem Spiel auch sein Improvisationstalent unter Beweis stellen musste.

Ungewohnte Formationen auf dem Feld

„Es haben Formationen auf dem Feld gestanden, die in dieser Konstellation noch nie gemeinsam trainiert haben“, sagte Fingerhut. So musste Michael Köhne von der Rückraummitte auf halbrechts ausweichen. Doch die Twistetaler machten aus ihrer schwierigen Situation noch sehr viel: Sie führten zur Halbzeit mit 19:18.

Joshua Sturm erhielt für sein gutes Angriffsspiel ein Sonderlob von seinem Trainer. Er startete vom Mittelblock aus viele erfolgreiche Aktionen.

Trainer verärgert über zu viele Zeitstrafen

Ein Ärgernis für den Coach waren hingegen die vielen Zwei-Minuten-Strafen, die die Schiedsrichter verhängten, sechs gegen Dittershausen und fünf gegen Twistetal.

Davon seien einige nicht strafwürdig gewesen, und klare Fouls seien nicht gepfiffen worden, haderte Fingerhut mit den beiden Unparteiischen.

Obwohl auf beiden Seiten einige Fehlentscheidungen getroffen worden seien, sah Fingerhut seine Mannschaft in der Schlussphase zunächst benachteiligt, bis eine Kehrtwende eintrat und Twistetal teilweise ab der 56. Minute in einer 6:3-Überzahl auf dem Feld stand. Die HSG verkürzte den Rückstand noch auf zwei Tore, doch zu mehr reichte es nicht. (his)

Tore für Twistetal: Sturm 8, Fait 6, Happe 6, Bender 5, Heß 5, Köhne 5.

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