SV Anderssen überrascht sich selbst

Bad Arolser Team Nordhessen-Meister im Blitzschach

Vier gegen vier an Schachbrettern.
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Gleichzeitig vier gegen vier: Die Bad Arolser Martin Malinowski, Jürgen Wolf, Stefan Reuschel und Thomas Bölke (in der vorderen Reihe von links) gegen die Homberger (von links) Stefan Wiegand, Thomas Kimm, Frank Jäger und Tim Scheunemann.

Das hatten die Spieler des SV Anderssen Bad Arolsen selbst nicht ernsthaft geglaubt: Erstmals nach langen Jahren gewann der heimische Schachverein wieder eine Nordhessenmeisterschaft.

Homberg/Bad Arolsen - Thomas Bölke, Stefan Reuschel, Jürgen Wolf und Martin Malinowski entschieden die Titelkämpfe im Mannschafts-Blitzschach für sich, die im Homberger Ortsteil Wernswig ausgetragen wurden. Das Team der Schachfreunde Korbach belegte Platz neun

Die Arolser wollten vor allem die Gelegenheit nutzen, sich mal wieder (unter 3G-Bedingungen) mit den stärksten Blitzspielern von zehn Mannschaften zu messen. Die Bedenkzeit war mit drei Minuten plus zwei Sekunden Inkrement (Zeitbonus) pro Zug festgelegt und für die Bad Arolser Spieler neu. Deshalb benötigten sie die ersten Paarungen, um sich an an diesen Modus zu gewöhnen.

Gegen Homburg verbuchte das Arolser Quartett mit 3:1 noch einen klaren Sieg, gegen Wehlheiden musste es sich mit einer Punkteteilung begnügen. Die Nachwuchsspieler des Kasseler Schachklubs bezwangen sie dann deutlich, ehe es gegen den Totelkonkurrenten Caissa Kassel I mit 1;5:2,5 die erste Niederlage setzte. Malinowski musste trotz zweier Mehrbauern in Zeitnot mit remis begnügen, Bölke und Wolf unterlagen.

Anders die Begegnung mit dem SK Vellmar, der von den Wertungszahlen der Spieler klarer Favoriten war. Stefan Reuschel gewann seine Partie gewinnen, Wolf und Malinowski remisierten, so war trotz Bölkes Niederlage an Brett 1 immerhin das Unentschieden. Die weiteren Paarungen der ersten Turnierhälfte entschieden die Arolser deutlich für sich und lagen bei Halzeit auf Platz drei hinter Caissa und Vellmar.

Am Ende entscheidet die Feinwertung

An den Modus hatten sich die heimischen Blitzer nun gewöhnt und sannen auf Revanche. Die Partie gegen Wehlheiden war wiederum umkämpft; Bölke und Wolf machten es aber mit den vertauschten Farben besser als in der Hinrunde und gewannen ihre Partien, Reuschel holte das entscheidende Remis, so dass der Verlust der Partie von Malinowski zu verschmerzen war.

Gegen das führende Caissa-Team musste nun unbedingt ein hoher Sieg her – und die Überraschung gelang: Die Arolser siegten mit 4:0. Gegen die Vellmarer gab es zwar wieder ein Unentschieden, diese ließen aber weitere Punkte liegen. In der letzten Paarung spielten die Kurstädter gegen Caissa II erneut volles Risiko und wurden mit einem 4:0-Erfolg belohnt.

Damit hatten sie 30 Mannschaftspunkte erreicht, genau wie Caissa I und Vellmar. Der SV Anderssen und SK Vellmar wiesen zudem die gleichen Brettpunkte vor (53). Nun musste die sogenannte Feinwertung entscheiden – dabei lagen die Waldecker hauchdünn vorn (401,5:390,5) und holten sich den Titel. Gemeinsam mit Vellmar haben sie sich damit für die Hessischen Meisterschaften qualifiziert. (red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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