Nach Hessentitel weiterer Erfolg für Korbacher Taekwondo-Kämpfer:

Bruderpaar im Gleichtakt: Korab und Arlind Kabashi gewinnen Bundesranglistenturnier

zwei Taekwondo-Kämpfer
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Brüderliche Einheit: Korab und Arlind (rechtes Bild rechts) Kabashi vom TSV Korbach trainieren hier gemeinsam. Sie wollten nach dem Hessenmeistertitel und dem Bundesranglistensieg auch bei den deutschen Titelkämpfen eine gute Rolle spielen, aber sie wurden dabei erneut von Corona gestoppt.

Nach den Titelgewinnen bei der Taekwondo-Hessenmeisterschaft trat das Bruderpaar Korab und Arlind Kabashi vom TSV Korbach auch beim Sachsen-Anhalt Cup in Halle an, einem Bundesranglistenturnier der DTU-Final-6-Serie.

Halle/Saale –Korab startete in der Männerklasse bis 74 kg für den Kader der Hessischen Taekwondo Union (HTU), der unter anderem vom Korbacher Stützpunkttrainer Gerd Lange betreut wurde. Das Team Hessen belegte bei diesem Turnier den dritten Platz unter 57 Mannschaften.

Im ersten Kampf traf Korab auf Jan Hacker vom Taekwondo-Verein Oberbayern. Trotz Überlegenheit des Korbachers und klarer Treffer löste die elektronische Weste nur wenige Punkte aus. Zudem hatte Korab nach einer gerade erst überstandenen Erkrankung mit konditionellen Problemen zu kämpfen. Dennoch landete der Korbacher nach drei Runden einen 11:3-Sieg. Nun wartete auf ihn im Halbfinale Ahmad Mouradi, der für den Landeskader Hamburg nominiert war. Diesmal fand Korab weitaus schneller und besser in den Kampf und siegte überlegen und vorzeitig mit 31:11 durch Point Gap (20 Punkte Abstand).

Korab Kabashi besiegt im Finale Welt- und Europameister

Im Endkampf traf Korab auf einen von der Papierform her sehr interessanten Gegner. Weltmeister, Europameister und deutscher Meister war Marlon Schütze vom Polizeisportverein Georgsmarienhütte aus Niedersachsen schon, in verschiedenen Verbänden. Allerdings holte er diese Titel im Kickboxen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen wechselte er vor einiger Zeit zum olympischen Vollkontakt-Taekwondo. Gegen Korab blieb aber auch der Ex-Weltmeister im Kickboxen chancenlos. Das recht einseitige Finale endete vorzeitig beim Stand von 26:5 ebenfalls durch Point Gap.

Arlind vertrat die Farben des TSV Korbach. Er ging im Schwergewicht der A-Jugend über 78 kg an den Start. Hier traf er im Finale auf Paul Mengen vom Verein des Disziplinbundestrainers Axel Müller aus Rheinland-Pfalz. Gegen den Teilnehmer der Kadetteneuropameisterschaft von 2018, der den Korbacher wohl etwas unterschätzt hatte, zeigte Arlind eine technisch-taktisch gute Leistung, ließ den Gegner nicht zur Entfaltung kommen und siegte am Ende verdient mit 6:1. TSV-Trainer Gerd Lange lobte das brüderliche Siegerpaar: „Korab ist als Kämpfer noch mehr gereift. Er ist jetzt im besten Leistungsalter für diesen Sport. Arlind hat sein gutes Comeback bestätigt.“

Eigentlich wollten die beiden ihre Erfolgsserie am vergangnen Wochenende bei der deutschen Meisterschaft in Münster ausbauen. Aber Corona machten ihn einmal mehr einen Strich durch diese Rechnung. Die Titelkämpfe wurden abgesagt.

„Für beide Kämpfer wäre hier sicher eine Platzierung drin gewesen, vielleicht sogar noch mehr“, sagt Lange. Besonders schade sei diese Absage für Arlind, da es sein letztes A-Jugendjahr sei und er im kommenden Jahr bei den Männern antreten müsse.  red

Arlind Kabashi in Aktion.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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