Siebenkämpferin aus Bad Wildungen nach erstem Tag auf Rang sieben

Carolin Schäfer hält Kurs auf olympische Medaille: „Gehe mit einem großen Lächeln hier raus“

Freude: Carolin Schäfer nach dem Hochsprung.
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Freude: Carolin Schäfer nach dem Hochsprung.

Einen guten ersten olympischen Wettkampftag hat die Bad Wildungerin Carolin Schäfer hingelegt. Sie liegt nach vier Disziplinen auf dem siebten Platz.

Bad Wildungen/Kassel - Aufgrund von Impf-Nebenwirkungen war die Vorbereitung für Schäfer holprig. Und daher bezeichnete sich die Vize-Weltmeisterin von 2017 vor dem Wettkampf selbst als eine Art Wundertüte. Dass die 29-Jährige aber rechtzeitig wieder in Form zu sein scheint, bewies sie schon beim Auftakt über die 100-Meter Hürden. Sie brauchte 13,29 Sekunden – schneller war sie in den vergangenen drei Jahren nur einmal über diese Distanz gewesen.

Jubelschreie und die geballten Fäuste waren von Schäfer jeweils nach 1,80 Metern im Hochsprung und den 13,99 Meter im Kugelstoßen – einer ihrer Wackeldisziplinen – zu sehen. Durch die beiden starken Leistungen schob sie sich zwischenzeitlich auf den achten Platz vor.

In der letzten Disziplin des ersten Tages – den 200 Metern – kam sie nach 24,33 Sekunden ins Ziel. Mit 3801 Punkten liegt sie auf dem siebten Platz. Es führt die Niederländerin Anouk Vetter mit 3968 Punkten. Eine Medaille ist für die 29-jährige Schäfer bei nur 120 Punkten Rückstand auf Rang drei noch in Reichweite, zumal die mitfavorisierte Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) ausgeschieden ist.

„Ich gehe mit einem großen Lächeln hier raus“, sagte sie am ARD-Mikrofon. Und weiter: „Ich bin rundum zufrieden mit dem Tag. Es macht mich unglaublich happy, dass ich diese Form auf die Bahn bringen kann.“

Grimm liegt bei Halbzeit auf Rang 18

Bei ihrem Olympia-Debüt hinterließ auch Vanessa Grimm aus Hofgeismar einen guten Eindruck. Die 24-Jährige lief über die 100-Meter-Hürden 13,88 Sekunden und lag damit knapp über Saisonbestleistung von 13,62. Im Hochsprung stellte sie dann ihren persönlichen Rekord von 1,77 Meter ein und lag nach zwei Disziplinen auf Rang 21.

Das Kugelstoßen zählt zu den stärkeren Disziplinen von Grimm – und das bewies sie mit ihrem Stoß auf 14,52 Metern. Damit machte sie fünf Plätze gut, lag zwischenzeitlich auf Rang 16.

Bei den 200 Metern musste sie den kräftezehrendem Tag etwas Tribut zollen. Nach 25,03 Sekunden kam sie ins Ziel. Dennoch überwiegt das Positive am ersten Tag. „Es macht total Spaß hier bei zu sein“, sagte sie im ARD-Interview. Mit 3649 Punkten liegt Grimm auf dem 18. Platz.

In der heutigen Nacht ging es mit dem Weitsprung (2.40 Uhr deutsche Zeit) weiter. Es folgen der Speerwurf (ab 5.30 Uhr) und der abschließende 800-Meter-Lauf (14.30 Uhr). (mk)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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