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Debüt für Boxer: „Fight Night“ in Külte mit 19 Kämpfen und Showeinlagen

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Sie warten auf den ersten Gong: Fight-Night-Veranstalter Heinfried Wicke, Mirka Nasemann und der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel freuen sich auf spannende Kämpfe in Külte.
Sie warten auf den ersten Gong: Fight-Night-Veranstalter Heinfried Wicke, Mirka Nasemann und der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel freuen sich auf spannende Kämpfe in Külte. © malafo

19 Kämpfe stehen auf dem Programm der „Fight Night“, die zwei Premieren feiert. Erstmals findet auch ein Boxkampf statt.

Külte – Dabei trifft Haki Balica vom TSV Korbach auf Domenik Arnold aus Fulda. Außerdem feiert ein Muay-Thai-Kampf sein Debüt, bei dem die Kämpfer auch die Ellenbogen einsetzen dürfen.

Wicke schickt natürlich auch wieder seine Schülerinnen und Schüler aus dem Thaipanther-Stall in den Ring. Von den zwei Frauenkämpfen bestreitet Mirka Nasemann einen. Sie duelliert sich mit der Bochumerin Laura Schiprowski. Für die 20-jährige aus Altenstädt ist es der dritten Kampf. „Ich wollte unbedingt in Külte dabei sein“, sagt die angehende Polizistin, obwohl sie derzeit auch beruflichen Prüfungsstress hat.

Der Volkmarser Resa Rashidi kämpft um den Hessentitel, Joel Huber aus Ehringen steigt ebenfalls als Lokalmatador in den Ring, genau wie Catalin Rusu (Volkmarsen).

K1-Star aus den Niederlanden kommt

Die Veranstaltung bekommt aber durch einen Bosnier, zwei Schweizer und drei Niederländern wieder einen internationales Flair. Einen der Hauptkämpfe bestreitet der Schweizer Profi Kevin Buser, ein Stammgast bei der Fight Night. Der Mann aus Basel, der auch schon K1-Europameister war, kämpft gegen den Bosnier Enid Spago um den Volkmarser Championgürtel.

Das Duell des Niederländers Mike Frenken gegen Bartek Mierzwa (Nürnberg) verspricht ein weiterer Höhepunkt des Abends zu werden. Frenken tritt für das Team Holzken an. Kenner der Kickbox-Szene können mit diesem Namen sofort etwas anfangen. Der Teamchef ist der Niederländer Nieky Holzgen (38). „Er gilt in der Thaibox-Serie K1 als einer der weltbesten Kämpfer“, erzählt Wicke.

Nieky Holzgen wird auch in Külte am Ring sitzen. „Er war vor 15 Jahren mein Lieblingskämpfer“, sagt Wicke. Und als er ihn vor fünf Jahren in seinem Gym in Holland besuchte, „habe ich Gänsehaut bekommen“, gibt der 44-jährige Macher der Thaipanthers zu. „Holzgen ist im K1 genauso eine Legende wie Cristiano Ronaldo im Fußball.“

Der Niederländer steigt aber in Külte nicht in den Ring. „Den Mann könnte ich gar nicht bezahlen, er würde für einen Kampf schätzungsweise 30 000 bis 40 000 Euro nehmen.“ Holzgen will in Külte seinen 15-jähriger Sohn Geraldo sehen. Er steigt in den Ring und tritt gegen Reshit Rifati (Nürnberg) an. Geraldo hat bereits 22 Kämpfe bestritten und ist noch unbesiegt.

Showeinlagen mit hohem Unterhaltungswert

Neben den vielen sportlichen Sehenswürdigkeiten, versprechen auch die Showeinlagen wieder einen hohen Unterhaltungswert. Obwohl die Mafia-Show in der Pause stattfinden wird, ist sie bestimmt kein Pausenfüller.

Dafür sorgt der Schweizer Beatboxer Miguel Camero, der mit Boxen nichts zu tun hat, sondern er kann nur mit seiner Stimme Musik, aber auch auch viele andere erstaunliche Geräusche erzeugen. Wicke verrät nur so viel: „Wir spielen eine Mafia-Szene und Miguel liefert den Ton dazu.“ Außerdem sei auch die Feuerschluckerin aus Berlin erneut mit dabei.

Spendenaktionen mit Fight-Night-Bechern

Wicke kündet ebenfalls wieder eine Spendenaktion für die Palliativabteilung für Kinder im Klinikum Kassel an. Diesmal werden besondere Fight-Night-Trinkbecher dafür verkauft. Die hat Wicke von dem Geld eines Spenders herstellen lassen der anonym bleiben möchte.

Der Wechsel von der Halle in Volkmarsen nach Külte sei kein Nachteil gewesen, betont Wicke. „Wir wurden dort sehr herzlich aufgenommen.“ Das Gebäude in Külte sei sogar einen Meter länger. „Wir können daher eine Stuhlreihe mehr setzen“, sagt der 44-Jährige, der mit rund 1000 Zuschauern rechnet.

Von den 250 verkauften Tickets für die wegen Corona ausgefallenen Veranstaltung seien bisher 150 zurückgekommen, erzählt Wicke. Sie behalten ihre Gültigkeit, aber er bittet die rund hundert Besitzer dieser Eintrittskarten, sich kurz bei ihm zu melden, ob sie zur „Fight Night“ kommen oder nicht. „Ich muss Plätze für sie freihalten, die könnten dann leer bleiben.“

Wicke ist telefonisch unter der Nummer 0173/8611495 oder per Mail (thaipanther1@aol.com) zu erreichen.  rsm

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