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Derby mit Wiedersehen; TSV Korbach trifft auf Ex-Coach, der nun Bad Wildungen trainiert

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drei Handballspieler
Mitspieler im anderen Trikot: Mit einem besonderen Gefühl geht möglicherweise auch der Wildunger Simon Riedesel ins Derby, der lange Zeit in Korbach gespielt hat. © Werner Spitzkopf

Korbach – Und schon wieder müssen die Handballer des TSV Korbach ins Derby ziehen. Der noch punktlose TV Külte spekuliert im Auswärtsspiel bei der HSG Ahnatal/Calden auf Zählbares.

Nach dem TV Külte in der Vorwoche steht der TSV Korbach in der Bezirksoberliga nun in eigener Halle der HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim gegenüber – und ihrem ehemaligen Trainer Harald Meißner.

Korbach - Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim. Wiedersehen macht Freude. Der Wildunger Trainer Harald Meißner trifft erstmals nach seinem unfreiwilligen Abschied vom TSV auf seine alte Mannschaft und auf einen neuen Trainerkollegen, der unter ihm noch Spieler war: Robert Müller.

Für den Trainer-Novizen und seine Mannschaft sei das Derby „eine ordentliche Herausforderung, die wir gewinnen wollen“. Motiviert dürften seine Spieler gegen ihren Ex-Trainer auf jeden Fall sein.

Einen Nachteil, dass Meißner viele seiner ehemaligen Spieler aus dem Effeff kennt, sieht Müller nicht. „Ich glaube schon, dass wir unser Spiel in den vergangenen Monaten geändert haben.“

Meißner sieht das ähnlich fügt aber noch einen geheimnisvoll klingenden Zusatz hinzu: „Nach drei Jahren, weiß man von jedem Spieler schon gewisse Dinge.“

Müller: Schlüssel zum Heimsieg ist die Abwehrarbeit

Müller sieht den Schlüssel zum Heimsieg in der Abwehrarbeit, die bislang einen ordentlichen Eindruck gemacht habe. Er hofft darauf, dass seine Defensive beweglich und aggressiv zu Werke gehen wird, damit sie den starken Wildunger Rückraum in Schach halten könne. Auch mit Robustheit, denn Müller glaubt, „dass viele Wildunger Spieler den Körperkontakt eher scheuen“. Außerdem will der Korbacher Trainer „früh attackieren und so den Spielfluss der HSG unterbinden“.

Wildungen reist mit dem 41:39-Sieg über Baunatal nach Korbach. Doch wer nun auf eine Wiederholung solch eines Spektaktels hofft, dem sagt Meißner: „Das wird ein ganz anders Spiel, weil Korbach keinen Linkshänder hat und Baunatal gleich zwei davon hatte. Korbach wir uns mehr mit spielerischen Mitteln und mehr mit Rückraumwürfen konfrontieren.“

Müller hofft auf eine instabile Abwehr der Badestädter, die fehleranfällig ist, damit der TSV häufig über die erste und zweite Welle die einfachen und schnellen Tore werfen kann, auch, weil der Korbacher Positionsangriff bisher noch nicht so erfolgreich war. Die sattelfeste Verteidigung haben die Wildunger bislang auch noch nicht hinbekommen. „Abwehrarbeit ist kein Muss, sondern man muss es wollen“, sagt der Coach.

Diese Vorstellung von gemeinsamer Defensivarbeit versuche er noch bei seinen Spielern zu verinnerlichen. „Das braucht alles seine Zeit“, betont der Coach. Dafür sei auch Kopfarbeit notwendig, etwa, die Fähigkeit, einer negativen Spielsituation nicht lange nachzuhängen, sondern sich auf schnell auf die neue zu konzentrieren.

Auch Meißner sieht bei seinem Team im Spiel nach vorn weniger Probleme: „Wir können eine Angriffswucht entfachen.“ Man darf gespannt sein, wie die Korbacher dieser Wucht begegnen. Personell sind beide Mannschaften gut aufgestellt.

Ahnatal/Calden - Külte. Die Handballer aus Külte sind zwar noch sieglos, aber nicht mutlos. Aus jeder Niederlage lässt sich auch etwas gewinnbringendes für die Mannschaft herausholen. Nach diesem Prinzip arbeitet sich Trainer Sigurd Wachenfeld mit seinem jungen Team Stück für Stück voran. Das wollen sie in Ahnatal gegen ein Team zeigen, das mit Külte auf Augenhöhe sein dürfte.

Die Ahnataler kommen im Angriff oft über das Kreuzen, sagt der Coach, denkt kurz nach und meint: „Es macht keinen Sinn immer darüber nachzudenken, was der Gegner machen wird, sondern wir wollen unser Spiel stetig weiterentwickeln.“

Külter Trainer hofft auf stabile Abwehr

Wachenfeld hat beim 18:26 gegen Korbach auf dem Videomitschnitt noch einige positive Aktionen bei seiner Mannschaft entdeckt, die „in der Hektik des Spiels untergehen“. Allerdings hat er dabei auch noch mal eine Schwäche im Angriff gesehen. „Korbach hat viele Tore im Tempogegenstoss erzielt, weil wir wieder zu unkonzentriert waren und oft zu überhastet abgeschlossen haben.“ Ruhe bewahren, vor allem im Kopf, das wünscht sich der Coach von seinen Spielern.

„Wenn wir es schaffen, in der Abwehr konsequent zu stehen, dann gewinnen wir auch Spiele“, betont der Coach. Er freut sich, dass Abwehrchef Bernhard Schwidessen und Hendrik Fingerhut wieder mit von der Partie sind. Dafür fallen Sven Häring und Leonard Gysen (Knieverletzung) aus.  rsm/tsp

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