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Dolle fünf Minuten vor der Pause: Twistetaler Frauen besiegen HSG Wesertal 28:23

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Ballbesitz auf Biegen und Brechen: Alice Wilke (Twistetal) will sich nicht vom Ball trennen lassen, Katharina Kranz (Wesertal) sieht das nicht ein. Dahinter stehen Diana Henze (9) und Kim Sophie Hering, beste Torschützin für Twistetal in diesem Spiel.
Ballbesitz auf Biegen und Brechen: Alice Wilke (Twistetal) will sich nicht vom Ball trennen lassen, Katharina Kranz (Wesertal) sieht das nicht ein. Dahinter stehen Diana Henze (9) und Kim Sophie Hering, beste Torschützin für Twistetal in diesem Spiel. © Kathleen Wever

Die Aufstiegsrunde ist gebucht. Die Handballerinnen der HSG Twistetal haben mit dem überzeugenden 28:23-Sieg (15:10) im Landesliga-Spiel gegen die bis dahin noch ungeschlagene HSG Wesertal ihr erstes Saisonziel erreicht.

Twistetal – Dass diese Begegnung immer leichter für die Spielerinnen von Trainer Ufuk Kahyar werden sollte, je länger sie dauerte, war in der Anfangsphase nicht zu erwarten. Beide Mannschaften begegneten sich lange Zeit auf Augenhöhe. Erst ein gehaltener Siebenmeter der guten Twistetaler Torfrau Louisa Schlömer in der 24. Minute beim Stand von 11:10 war der Auslöser für eine Serie der Gastgeberinnen. Wesertal erzielte bis zur Halbzeitsirene kein Tor mehr, Twistetal traf noch viermal. Von diesem Zwischenspurt sollten sich die Wesertalerinnen nicht mehr erholen.

Wesertal aus dem Konzept gebracht

Kahyer verrät auch, dass er in der Schlussphase des ersten Durchgangs die 3:2:1-Deckung seine Teams noch um einen Tick offensiver gestellt habe, auch um die Wesertaler Rückraumspielerin Tessa Herbold immer wieder zu stören. „Damit haben wir Wesertal aus dem Konzept gebracht“, meint Kahyar. Seiner Mannschaft gelangen nun viele Ballgewinne und schnelle Tore auch über die zweite Welle. Der Treffer von Meike Voß Sekunden vor der Halbzeit bedeutete das 15:10. Der Wesertaler Trainer reagierte auf diese offensivere Abwehr mit einer siebten Feldspielerin.

Doch dieser taktische Zug lief ins Leere, denn diese Überzahl glichen die Twistetalerinnen durch mehr Laufarbeit und eine sehr bewegliche Abwehrformation mit einer guten Torfrau Louisa Schlömer aus. Sie eroberten sich nach wie vor genug Bälle, um ihren Vorsprung weiter auszubauen. Drei Minuten vor Schluss baute Alice Wilke die Führung auf 27:20 aus, die Kim Sophie Hering mit ihrem vierten verwandelten Siebenmeter auf 28:20 schraubte.

In den zwei Schlussminuten gönnten die Gastgeberinnen den Wesertalerinnen mit drei Treffern in Folge noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Da die taktischen Vorgaben heute bei uns gefruchtet haben, sind wir zu keinem Zeitpunkt des Spiels in Schwierigkeiten gekommen“, bilanziert Kahyar. Außerdem habe diesmal auch die Wurfquote bei seinem Team gestimmt.

Dass der Twistetaler Angriff sehr variabel war, belegt auch die Anzahl der Torschützinnen: Neun verschiedene Spielerinnen trugen sich in die Liste ein. Die meisten Tore erzielte Kim Hering mit acht Toren, davon vier Siebenmeter.(rsm)

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